Österreich

Eisenstangen-Mord: Versäumnisse bei Psychiatrie?

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:39

Rund eine Woche nach dem brutalen Mord am Wiener Brunnenmarkt geht die Suche nach eventuell Fehlern, die den zuständigen Behörden im Vorfeld passiert sind, weiter. Die extra dafür eingesetzte Untersuchungskommission sieht nun Versäumnisse bei psychiatrischen Einrichtungen. Dort fühlte sich niemand für den 21-jährigen Täter zuständig.

Rund eine Woche nach dem brutalen Mord am Wiener Brunnenmarkt geht die Suche nach eventuell Fehlern, die den zuständigen Behörden im Vorfeld passiert sind, weiter. Die sieht nun Versäumnisse bei psychiatrischen Einrichtungen. Dort fühlte sich niemand für den 21-jährigen Täter zuständig.

In einem Interview mit Ö3 sagte Justiz-Sektionschef Christian Pilnacek, dass eine zumindest vorübergehende geschlossene Unterbringung des Kenianers in einer psychiatrischen Klinik möglich gewesen wäre. Er soll von der Polizei öfters in Psychiatrie-Abteilungen gebracht worden sein.

Dort fühlte sich aber nie irgendjemand für den jungen Mann zuständig. Laut Pilnacek seien daran viele Einrichtungen beteiligt gewesen, jedoch habe sich keine um eine Unterbringung gekümmert. Ein Ziel der Untersuchungskommission ist es daher, aus den Versäumnissen für andere Fälle zu lernen.

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