In der Waschküche eines Wohnhauses in der Hasenöhrlstraße im 10. Wiener Bezirk befindet sich ein kleines Fenster, dieses wird für einen ungewöhnlichen Trocknungsvorgang benutzt: Auf dem Fenster des Waschraums hängen nämlich Dutzende Stück Fleisch, offensichtlich Hühnerflügel.
Wie auf den Leserreporter-Fotos zu sehen ist, hingen Unbekannte vertikal mehrerer Hühnerflügerl vor das Waschküchenfenster. "Unglaublich, die hängen einfach tote Tiere in der Waschküche auf", berichtete "Heute"-Leserreporter Christian Linzer aus dem Wohnhaus in Favoriten. "Heute" befragte die Hausverwaltung des Wohnhauses dazu.
Auf Anfrage verweist die Hausverwaltung "Alpenland" darauf, dass das Abstellen und Lagern von Gegenständen aller Art – dazu gehören Schuhen, Möbel, Fahrräder, Kinderwägen, Blumen oder Wäscheständer auch Fleisch.
Aber: "Ebenso ist das Aufhängen bzw. Trocknen von Fleisch im Stiegenhaus verboten. Das Stiegenhaus muss frei von brennbaren Materialien sein. Im Brandfall muss der Fluchtweg ungehindert zu benützen sein. Im dichten Rauch eines Brandes muss das sichere und schnelle Verlassen des Hauses durch alle Bewohner gewährleistet sein – ohne über irgendwelche Gegenstände zu stolpern."
Zum Lagern von Gegenständen aller Art gelte ausnahmslos nur das eigene Kellerabteil, zum Einstellen von Fahrrädern sei der gegebenenfalls vorhandene Fahrradabstellraum zu verwenden.