Eklat: Thunberg lässt Journalisten rauswerfen

Beim "Fridays for Future-Gipfel in der Schweiz kam es am Freitag zu einem Eklat. Greta Thunberg ließ die anwesenden Journalisten aus dem Saal entfernen.
Jugendliche aus der ganzen Welt diskutierten diese Woche bei einem Kongress in Lausanne wie es mit der "Fridays for Future"-Klimabewegung weitergehen soll und welche konkreten Forderungen an die Politik gestellt werden könnten.

Aktivisten uneinig



Doch die Konferenz wurde von Streitereien und Negativ-Schlagzeilen überschattet. Offenbar zeigte sich die von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg inspirierte globale Bewegung in vielen Punkten uneinig.

CommentCreated with Sketch.16 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Laut Medienberichten waren vielen Teilnehmer frustriert, bei einigen sollen sogar Tränen geflossen sein. Thunberg selbst verließ aus Protest gemeinsam mit mehreren Aktivisten eine laufende Debatte.

Am Freitag folgte dann der nächste Skandal: Die Schwedin ließ die anwesenden Journalisten aus dem Saal entfernen, wie u.a. der "Blick" berichtet.

Thunberg gab den Medien die Schuld für die schlechte Stimmung am Kongress. Die 16-Jährige ließ darüber abstimmen, die Mehrheit stimmte ihr zu und so wurden die anwesenden Journalisten kurzerhand hinauskomplimentiert.

"Brauchen manchmal Privatsphäre"



Nachdem sich die Stimmung beruhigt hatte, durften die Reporter aber wieder in den Saal zurückkehren. Ein Organisator erklärte dem Schweizer "Blick": "Wir sind auch nur Menschen und brauchen manchmal Privatsphäre. Als Bewegung bemühen wir uns aber, so transparent wie möglich zu sein."

Trotz der Differenzen konnten sich die rund 450 Aktivisten am Ende auf eine Abschlusserklärung einigen. So soll etwa für "die Klimapolitik in Zukunft der jeweils "beste wissenschaftliche Forschungsstand berücksichtigt werden". Außerdem möchte die Bewegung eine "Klima-Gerechtigkeit" hergestellen. Die Begrenzung der Erderwärmung auf weniger als 1,5 Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter ist ebenfalls ein weiteres Ziel.

(red)

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