Fussball

Eklat zwischen Feldhofer und Wolfsberg-Kapitän Liendl

Dicke Luft in Wolfsberg! Trainer Ferdinand Feldhofer sortierte drei Schlüsselspieler vor dem Cup-Halbfinale aus. Der Präsident bestätigt große Unruhe.
Sebastian Klein
03.03.2021, 20:06

Der Wolfsberger AC könnte gegen den LASK am Mittwoch Klubgeschichte schreiben, zum ersten Mal ins Finale des ÖFB-Cups einziehen. Ausgerechnet im so wichtigen Match verzichtet Ferdinand Feldhofer auf Spielmacher Michael Liendl und die beiden Leistungsträger Christopher Wernitznig und Michael Novak.

Das Trio steht nicht im Kader. Verletzungen liegen keine vor.

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Klub-Boss über Streit

Präsident Dietmar Riegler nahm in der Halbzeit vor dem ORF-Mikrofon Stellung: "Da ist ein bisschen eine Unruhe drin. Ich wurde informiert, dass Liendl heute nicht dabei ist. Es sind andere Spieler mit dabei gewesen, das habe ich nicht gewusst." Was genau zwischen dem Coach und seinen Spielern vorgefallen war, wurde im Interview nicht aufgeklärt.

Riegler kündigte mögliche Konsequenzen an: "Das kann man nicht so stehen lassen, da muss gehandelt werden. Ich werde versuchen, das zu kitten. Man weiß, dass das Verhältnis zwischen Trainer und Liendl nicht das beste ist. Da müssen wir schauen, wie wir da jetzt handeln. Beide haben viel für den Verein getan."

Damit stellte sich der Klub-Boss nicht schützend vor seinen Trainer. Die Verträge von Feldhofer und Liendl laufen im kommenden Sommer aus. "Das müssen wir ausloten. Ob hier was zu kitten ist. Sonst müssen wir eine Entscheidung treffen." Heißt wohl: Der Verein wird sich von mindestens einem der beiden trennen.

Auf die Frage, ob es stimme, dass das Trio das Gespräch mit Riegler gesucht habe, antwortete der Präsident: "Ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Spielern, bin sehr nahe bei der Mannschaft. Ich tausche mich viel mit ihnen aus. Damit hat das nichts zu tun."

Feldhofer: "Nicht bei der Sache"

Feldhofer hatte das Fehlen der Spieler vor dem Anpfiff so begründet: "Grundsätzlich ist es meine Aufgabe als Cheftrainer, Entscheidungen zu treffen, die nachhaltig und erfolgreich für den Verein sein sollten. Ich habe bei einigen Spielern über einen längeren Zeitraum gemerkt, dass sie nicht ganz bei der Sache, vielleicht nicht hundertprozentig fokussiert sind. Dann ist es ganz logisch, dass es wenig Sinn macht, diese Spieler auf die Bank zu setzen. Nicht mehr und nicht weniger."

Nachsatz: "Freuen sollen sie sich nicht, das ist auch ganz logisch."

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