Elf Ärzte bei Einsatz von Testpatienten überführt

Ab Montag will die Ärztekammer massiv gegen den Einsatz von Testpatienten in Ordinationen mobil machen. Dabei werden diese "Mystery Shopper" in Wien seit Jahren erfolgreich eingesetzt.

Ab Montag will die Ärztekammer massiv gegen den Einsatz von Testpatienten in Ordinationen mobil machen. Dabei werden diese "Mystery Shopper" in Wien seit Jahren erfolgreich eingesetzt.

Im Zuge des neuen Sozialbetrugsbekämpfungsgesetzes wollen Versicherer bundesweit niedergelassenen Medizinern verstärkt auf die Finger schauen. Die Ärztekammer verurteilt diesen Plan, spricht von einem "Generalverdacht gegen Ärzte und Patienten".

Allerdings zeigt sich: Wiens Gebietskrankenkasse, die als einzige seit 2011 in Verdachtsfällen "Mystery Shopper" schickt, hat gute Erfahrungen gemacht. Demnach konnten Testpatienten bei elf von 14 Einsätzen tatsächlich Verstöße feststellen. Drei Mediziner wurden verwarnt, drei verloren ihren Vertrag, drei stehen kurz davor, einer wanderte in U-Haft, einer wurde dem Magistrat gemeldet.

Dabei ging es um die Abrechnung nicht erbrachter Leistungen und um Krankenstandsschummeleien. Heißt: Die Ordi-Hilfe stellte den Krankenstand aus, oder der Arzt schrieb einen gesunden Patienten aus Gefälligkeit krank.

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