Ukraine

Terror? 11 Tote bei Rekruten-Training in Putin-Kaserne

Bei einem mutmaßlichen Anschlag bei einer Kaserne in der russischen Stadt Belgorod nahe der ukrainischen Grenze kamen elf Menschen ums Leben. 

Bei der Kaserne kam es zu einem mutmaßlichen Anschlag mit elf Toten (Symbolbild).
Bei der Kaserne kam es zu einem mutmaßlichen Anschlag mit elf Toten (Symbolbild).
- / AFP / picturedesk.com

Bei Vorbereitungen von Rekruten für den Krieg in der Ukraine sind bei einem Zwischenfall mit Waffen nahe der Stadt Belgorod im Südwesten Russlands elf Menschen getötet worden. 15 weitere wurden verletzt, wie das Verteidigungsministerium am Samstag in Moskau der Staatsagentur Tass zufolge mitteilte.

Zwei Personen hätten auf einem Truppenübungsplatz das Feuer eröffnet. Das Ministerium sprach von einem Terroranschlag. Zwei Bürger aus der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) – ein loser Staatenverbund ehemaliger Sowjetstaaten – seien dafür verantwortlich. Sie sollen bei der Schießerei getötet worden sein. Das Verteidigungsministerium hat eine umgehende Untersuchung des Vorfalls eingeleitet.

Belgorod vermehrt Ziel von Angriffen

Russlands Präsident Wladimir Putin will rund 300.000 Reservisten einziehen lassen, um nach den Niederlagen der russischen Armee in der Ukraine die dort noch besetzten Gebiete zu halten.

Belgorod liegt auf russischer Seite der Grenze nahe der umkämpften Großstadt Charkiw. Von dort aus hatten russische Truppen in den vergangenen Monaten regelmäßig Raketen auf Ziele in der Ukraine abgeschossen:

Russische Raketenstarts in Belgorod. Archivbild
Russische Raketenstarts in Belgorod. Archivbild
Vadim Belikov / AP / picturedesk.com

Damit wurde die Stadt nun aber auch selbst zum Ziel. Erst am Freitag hat eine Stromanlage in der russischen Grenzstadt nach einem ukrainischen Angriff Feuer gefangen:

Brand in einem Umspannwerk in Belgorod nach mutmaßlich ukrainischem Beschuss am 14. Oktober 2022.
Brand in einem Umspannwerk in Belgorod nach mutmaßlich ukrainischem Beschuss am 14. Oktober 2022.
Vyacheslav Gladkov / Telegram via AFP / picturedesk.com

Wie der örtliche Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow im Onlinedienst Telegram mitteilte, werde es "bis zu vier Stunden" dauern, bis eine Ersatzinfrastruktur für die Stromversorgung aktiviert sei. Wie viele Menschen von dem Stromausfall betroffen waren, ließ er offen. Auch ein Treibstofflager ging in Flammen auf.

Gladkow teilte zudem mit, ukrainische Raketen hätten eine Eisenbahnstrecke getroffen und mehrere Stromleitungen beschädigt. Dadurch sei der Bahnverkehr für mehrere Stunden unterbrochen gewesen. Bereits am Donnerstag hatte die Ukraine ein Munitionsdepot und ein Wohnhaus in der russischen Region Belgorod bombardiert.

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