Burgtheater-Superstar Stefanie Reinsperger wird der renommierte Elisabeth-Orth-Preis verliehen. Ausschlaggebend für ihre Nominierung waren vor allem ihre beeindruckenden Auftritte in den Stücken "Selbstbezichtigung", "Volksvernichtung oder meine Leber ist sinnlos" und "Wir sind noch einmal davongekommen".
Die fünfköpfige Journalisten-Jury zeigte sich vom Können der 38-Jährigen begeistert: "Ihre Virtuosität bei der Aneignung selbst der sprödesten Kunstsprache, die sie zu ihrer eigenen macht, zeigt ihr großes Können."
Reinsperger bringt aber noch mehr mit: "Sie ist uneitel in ihrer Rollengestaltung, Natürlichkeit, Leidenschaft, Risikobereitschaft, auf die sie sich nicht nur einlässt, sondern geradezu zu lieben scheint, exzessive Leidenschaft und couragierte Dreistigkeit fast bis zum Punkt der Vulgarität zeichnen ihr Spiel aus", so die Juroren.
Die Ausgezeichnete ist seit der Spielzeit 2024/25 wieder fix im Ensemble des Burgtheaters. Davor war sie am Schauspielhaus Düsseldorf, am Volkstheater Wien und am Berliner Ensemble aktiv. 2017 und 2018 übernahm sie die Rolle der Buhlschaft im "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen. Auch vor der Kamera macht sie eine gute Figur: Zwischen 2020 und 2025 spielte sie die Hauptkommissarin Rosa Herzog im Dortmunder "Tatort".
Der prestigeträchtige Preis wird heuer zum fünften Mal vergeben – und zum zweiten Mal nach dem Tod der Namensgeberin Elisabeth Orth. In die engere Auswahl schafften es heuer auch Caroline Peters, Nicholas Ofczarek, Marie-Luise Stockinger und Franziska Hackl. Die feierliche Verleihung findet am 27. September im Prunkfoyer des Burgtheaters statt.