Elon Musk startet sein Satelliten-Internet

Milliardär Elon Musk hat das OK für sein Satelliten-Internet. Am Samstag starten die ersten Raketen.

Das Unternehmen SpaceX des amerikanischen Milliardärs Elon Musk darf ein Breitbandnetz mit Hilfe von Satelliten aufbauen. Die US-Funkaufsichtsbehörde FCC billigte in der Nacht auf Donnerstag einen entsprechenden Antrag. Die Satellitentechnik soll dort nützlich sein, wo User per Glasfaserkabel oder Mobilfunk nicht erreicht werden können.

Die Genehmigung gilt auch für Gebiete außerhalb der USA. Im vergangenen Jahr hatte die FCC bereits für ähnliche Projekte der Firmen OneWeb, Space Norway und Telesat ihr Okay gegeben.

Startschuss fällt am Samstag

Mit dem SpaceX-Projekt „Starlink" von Elon Musk soll es überall auf der Welt bis 2024 Breitband-Internet geben. Dafür möchte SpaceX in den nächsten Jahren 4.425 Satelliten in den Orbit bringen, die einen flächendeckenden globalen Service ermöglichen sollen. Der Startschuss fällt voraussichtlich diesen Samstag, wenn die Satelliten MicroSat 2a und 2b an Bord einer Falcon-9-Rakete in die Erdumlaufbahn starten.

Mobile Bodenstationen in Lieferwagen

Die Details zu dem von SpaceX geplantem Satelliteninternet sind derzeit noch Firmengeheimnis. Es gibt allerdings anhand von Dokumenten, die das Unternehmen bei der FCC eingereicht hat, Hinweise auf dessen Funktionsweise. Der Testlauf soll Bodenstationen sowohl an den SpaceX-Standorten in Redmond, Brewster und Hawthorne anfunken, als auch Bodenstationen in Texas und bei Teslas Hauptquartier im kalifornischen Freemont. Auch die Kommunikation der Satelliten mit mobilen Bodenstationen in Lieferwagen soll ausprobiert werden.

Geld für Stadt am Mars



Mit SpaceX will Elon Musk eine neue Einkommensquelle erschließen, die langfristig den Bau einer Stadt auf dem Mars finanzieren soll, wie er sagte.

Musk ist unter anderem Chef des Elektroautobauers Tesla. SpaceX hatte erst vor wenigen Tagen mit der Falcon Heavy die weltweit leistungsstärkste Rakete ins All geschickt. Der Start war ein wichtiger Meilenstein für Musks Unternehmen, um Aufträge der US-Weltraumbehörde Nasa, der Streitkräfte und von Satellitenunternehmen zu bekommen.

(GP)

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