Ein 12-Jähriger aus Halifax rief gleich zwei Mal bei der Polizei an, weil seine Eltern ihm zum Abendessen Salat vorsetzten. Dort beschloss man, einen Streifenwagen vorbeizuschicken – nicht, weil man dem Burschen helfen wollte, ein saftiges Steak zu bekommen, sondern um ihn über die missbräuchliche Verwendung des Notrufs aufzuklären. Und, dass Salat gesund ist.
Am Weg dorthin rief er aber erneut an, um zu fragen, wo die Polizisten denn bleiben. Und um zu verdeutlichen, wie sehr er Salat hasse.
Als der Streifenwagen dann endlich eingetroffen war, waren die Eltern natürlich überrascht – und wenig beeindruckt von ihrem Sohn. Die Polizisten sahen aber aufgrund des Alters des Buben von einer Geldstrafe, die für falsche Notrufe eingehoben werden kann, ab.
Es komme in der Provinz Novia Scotia jeden Tag vor, dass Menschen den Notruf aus unpassenden Gründen wählen und so die Leitungen blockieren. "Es sind nicht nur Kinder, die den Notruf missbrauchen, sondern auch eine Menge Erwachsene", sagte Korporal Dal Hutchinson und nannte einige Beispiele.
Skurrile Notrufe
"Da gibt es alles, wie etwa jemanden, der den Notruf wählte und sich beschwerte, dass zu wenig Fleisch in seinem Döner ist. Jemand anderer konnte seine Fernbedienung nicht finden und rief den Notruf", erzählte der Polizist. "Man kann es kaum glauben." Einmal rief ein Elternteil die Polizei, weil dessen Kind den neuen Haarschnitt nicht mochte. In einigen Fällen werden dann Strafen in Höhe von rund 450 Euro ausgesprochen.
"Dem Burschen wird es hoffentlich eine Lektion sein", sagte Hutchinson abschließend. "Es war eine Möglichkeit für ihn, etwas daraus zu lernen."
(red)