1.772 Schüler sind mit Stand November zum häuslichen Unterricht in Niederösterreich angemeldet gewesen. Viele nutzten diese Chance des Homeschoolings seit Schulbeginn. Doch seit dem letzten Lockdown gab es wieder eine Art Freibrief: Eltern konnten die Kinder zu Hause lassen und mit ihnen Lernpakete abarbeiten oder in die Schule schicken.
"Wir haben unser Kind daheim unterrichtet, denn die Masken- und Testpflicht wollten wir nicht", erklärt eine Mutter aus dem Raum Wiener Neustadt. Vor allem jetzt vor Weihnachten will sie eine Ansteckung und mögliche Quarantäne umgehen. "Mit Omikron wurde alles noch gefährlicher. Und ich lasse mein Kind nicht impfen, daher bleibt es daheim", sagt sie.
Doch es gibt es auch Eltern, die klar die Vorteile für ein verlängertes Ski-Wochenende nutzten. "Wir haben schon auf so viel verzichtet. Und jetzt wollten wir einfach einmal etwas Freiheit genießen. Daher haben wir unsere Kinder ab Donnerstag daheim gelassen, um in den Ski-Urlaub zu fahren", teilt eine Familie aus dem Waldviertel mit. "Den versäumten Schulstoff müssen die Kinder so und so nachlernen - egal ob sie in Quarantäne wären oder halt auf der Piste."
Für das Schulpersonal ist es schwieriger geworden. Denn manche Eltern melden ihre Kinder nicht ab, sondern lassen sie unentschuldigt daheim. "Aber wir müssen Lernpakete zusammen stellen und machen uns auch Sorgen, weil wir die Gründe des Fernbleibens nicht wissen", berichtet eine Pädagogin. Eine Direktorin mahnt: "Es gibt trotz aller Freiheiten gewisse Spielregeln an die sich Eltern halten. Es muss eine korrekte Entschuldigung beim Klassenvorstand oder in der Direktion erfolgen."