Eltern zahlen 14 Millionen Euro für Nachhilfe

Mehr als 14 Millionen Euro wurden 2018 in Oberösterreich für private Nachhilfe ausgegeben.
Mehr als 14 Millionen Euro wurden 2018 in Oberösterreich für private Nachhilfe ausgegeben.Bild: iStock
Mehr als 14 Millionen Euro geben Eltern für die Nachhilfestunden ihrer Kinder aus. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Arbeiterkammer.
Während die einen entspannen können, müssen die anderen intensiv lernen. All jene Schüler, die einen Nachzipf haben, sind in den Ferien besonders gefordert. Gefordert sind damit auch deren Eltern, sehr oft auch in finanzieller Sicht.

Denn Nachhilfe kann teuer werden. Das zeigt nun eine neue IFES-Studie, die im Auftrag der Arbeiterkammer erstellt wurde. Bundesweit, also in ganz Österreich, werden demnach im Jahr 101 Millionen Euro für private "Sonderschichten" ausgegeben.

Enormer Anstieg in Oberösterreich



Besonders in Oberösterreich ist der Anstieg enorm. Hier wurden 2018 immerhin 14,5 Millionen Euro in Oberösterreich ausgegeben Das sind um 1,5 Millionen mehr als im Vorjahr. Im Schnitt wenden betroffene Eltern 630 Euro pro Kind und Jahr für private Nachhilfe auf.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Das führt vor allem in finanziell weniger privilegierten Haushalten zu Problemen, so die Arbeiterkammer. Knapp die Hälfte der Eltern, deren Kinder bezahlte Nachhilfe in Anspruch nehmen, gibt in der Umfrage an, dadurch sehr oder spürbar belastet zu sein.

Bei Familien mit einem Haushaltseinkommen von maximal 2.000 Euro sind es sogar 67 Prozent. Von den Alleinerziehern mit einem Nachhilfekind tun sich rund zwei Drittel mit der Finanzierung der Nachhilfe schwer.

Laut AK unsoziale Belastung



"Unsere Kinder müssen unabhängig vom Geldbörsel ihrer Eltern bestmöglich gefördert werden", drängt AK-Präsident Kalliauer auf politische Maßnahmen gegen die unsoziale Belastung vieler Familien.

Zudem werde, so die Arbeiterkammer im österreichischen Schulsystem vorausgesetzt, dass Eltern als Hilfslehrer arbeiten. Die von IFES befragten Eltern müssen mit dem Großteil ihrer Kinder (73 Prozent) nach der Schule lernen und üben. Das führt zu Ärger und Stress.

Unbedingt notwendig sei deshalb der rasche Ausbau des kostenlosen Förderunterrichts und der individuellen Förderung an den Schulen selbst. Laut IFES-Studie wird diese Maßnahme von den Eltern dringend gewünscht, berichtet die AK.





(gs)

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