Der SC Freiburg muss wochenlang auf den österreichischen Stamm-Innenverteidiger Philipp Lienhart verzichten. Der 27-Jährige wird sich am Freitag einer Leistenoperation unterziehen. Damit verpasst er nicht nur das Derby gegen Hoffenheim, sondern fehlt Michael Gregoritsch und seinen anderen Teamkollegen bis Anfang März.
Für Trainer Christian Streich ist der Ausfall ein harter Schlag, zählt der ÖFB-Teamspieler doch zu den Leistungsträgern in der Defensive der Schwaben. Die Möglichkeit, noch auf dem Transfermarkt zuzuschlagen, kommentiert der Coach folgendermaßen: "Wir müssen alle Szenarien durchsprechen. Wir müssen schauen, was möglich ist und wer überhaupt in Frage kommt."
Für Lienhart bleibt zu hoffen, dass er stark aus der Pause zurückkommt. Denn nicht nur bei Freiburg ist der Innenverteidiger gesetzt, auch in der Mannschaft von Ralf Rangnick nimmt der 27-Jährige eine wichtige Rolle ein. In dieser Saison stand der Österreicher in 21 Spielen für Freiburg am Feld, ihm gelangen zwei Torbeteiligungen.
Der Ausfall wird die Sorgenfalten von Teamchef Rangnick weiter vertiefen. Mit Real-Star David Alaba hat sich Österreichs Kapitän und Abwehrchef das Kreuzband gerissen und wird die EM im Sommer aller Voraussicht nach verpassen.
Mit Lienhart fehlt nun ein heißer Kandidat auf seine Nachfolge im Zentrum auf unbestimmte Zeit. Im Juni ist das ÖFB-Team bei der EURO in Deutschland gegen Frankreich, die Niederlande und einen Play-off-Sieger gefordert.