EMD – Entminungsdienst

Der Entminungsdienst hat 1945, mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, seine Tätigkeit aufgenommen.
Heute Redaktion
13.09.2021, 19:12

Mit Ende des Zweiten Weltkrieges im Jahr 1945 wurde eine Einheit zur Beseitigung der Kriegsrelikte aufgestellt. Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Entminungsdienst eine Tätigkeit aufnahm. Mit der Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955 verpflichtete sich die Republik Österreich zur Übernahme und Entsorgung der Altlasten des Krieges.

Dem Entminungsdienst obliegen die Identifizierung, die Untersuchung, die Bergung, die Verbringung, die Entschärfung, die Vernichtung an Ort und Stelle, sowie die Unschädlichmachung von aufgefundenem Kriegsmaterial (Granaten, Minen, Fliegerbomben, usw.), welches aus der Zeit vor dem Erzeugungsjahr 1955 stammt.

Das Einsatzgebiet des Entminungsdienstes erstreckt sich auf das gesamte Bundesgebiet Österreichs, unter Wasser ebenso wie im hochalpinen Gelände.

Der Entminungsdienst ist eine selbstständige Dienststelle innerhalb des Bundesministeriums für Landesverteidigung mit Sitz in Wien und Außenstellen in Oberösterreich und der Steiermark, um in kürzester Zeit beim Fundort eines verdächtigen Gegenstandes zu sein. Derzeit versehen 15 besonders ausgebildete Entschärfer ihren Dienst beim Entminungsdienst.

Der Entminungsdienst wird ca. 1.100 Mal im Jahr über einen Fund von Kriegsmaterial alarmiert, seit Ende des Zweiten Weltkrieges wurden etwa 26.000 Tonnen sprengfähige Kriegsrelikte entschärft und vernichtet.

2017 wurde der Entminungsdienst 1.067 Mal bezüglich des Fundes eines Kriegsreliktes alarmiert. Es wurde ein Gesamtgewicht von 30.016 kg an Kriegsmaterial geborgen und vernichtet.

Kriegsrelikte werden im Wald und in Feldern, in Flüssen, Teichen und Seen, bei Entrümplungen oder Gartenarbeiten gefunden. Diese Gegenstände dürfen nicht berührt werden und der Fund ist sofort der nächsten Polizeiinspektion melden!

Das gesamte Programm zum Nationalfeiertag 2018 finden Sie hier: www.bundesheer.at

(ib)

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