Silberblonde Zöpfe, entschlossene Blicke und furchteinflößende Drachen: Wer an Emilia Clarke denkt, hat zuerst Daenerys Targaryen aus "Game of Thrones" vor Augen. Die Rolle machte sie weltberühmt – doch die Schauspielerin hat ein kompliziertes Verhältnis zum Ruhm.
"Ruhm ist das beschissenste Ding der Welt. Ich würde ihn nicht einmal meinem schlimmsten Feind wünschen", sagte sie 2022 dem "Guardian". Clarke hat erlebt, wie wenig Glamour übrig bleibt, wenn das eigene Leben plötzlich auf dem Spiel steht.
Wie RTL berichtet, ging es ihr hinter den Kulissen alles andere als gut. Kurz nach den Dreharbeiten zur ersten Staffel von "Game of Thrones" erlitt sie eine Hirnblutung.
2013 folgte die zweite Hirnblutung – dabei musste sie sogar am offenen Schädel operiert werden. Zeitweise fiel ihr das Sprechen schwer. Sie hatte Angst, nie wieder Texte auswendig lernen zu können, und musste gleichzeitig vor der Kamera eine Frau spielen, die ihre Macht immer entschlossener ausbaut.
Nach dem Ende von "Game of Thrones" spielte Clarke in Filmen wie "Terminator: Genisys", "Solo: A Star Wars Story", "Ein ganzes halbes Jahr" und "Last Christmas". Eine zweite Rolle mit der Strahlkraft der Drachenkönigin fand sie nicht mehr. 2022 feierte sie mit Tschechows "Die Möwe" am Londoner West End ihr Theaterdebüt.
Inzwischen hat Clarke ein anderes Verhältnis zum Erfolg. Sie weiß, dass sich Arbeit nicht wie eine Prüfung anfühlen muss und nicht jeder Job ein Welterfolg sein muss. Es reicht, wenn er sie glücklich macht. Gleichzeitig kritisiert sie, dass ältere Schauspielerinnen in ihren 50ern und 60ern kaum noch bedeutende Rollen angeboten bekommen.