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Schlagerstar trauert – Vater im Ukraine-Krieg getötet 

Es ist eine schwere Zeit für Emilija Wellrock. Die Sängerin hat im Krieg in der Ukraine ihren Vater Michail verloren.
Alexandra Hofbauer
04.05.2022, 13:53

Sonst zeigt sich Emilija Wellrock (29) lachend und singend, doch nun muss die Schlagersängerin einen schweren Verlust verkraften. Ihr Vater Michail starb in Putins Krieg. 

Schon zum Beginn des Krieges zeigte sich die gebürtige Ukrainerin besorgt, denn viele ihrer Freunde und Verwandte leben in dem Kriegsgebiet. Gegenüber die "Bild" sprach sie jetzt über ihren gefallenen Vater: "Ich bin fast ohnmächtig vor Schmerz, traurig, wütend, zornig. Sein Tod war so überflüssig. Ein paar Tage vor seinem Tod habe ich noch mit ihm telefoniert. Er sagte, dass er an den Waffen ausgebildet wird, um gegebenenfalls im Osten der Ukraine für Ruhe zu sorgen."

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Die Sängerin konnte nicht zur Beerdigung kommen

In einem Video, dass Emilijas Vater kurz vor seinem Tod ihrem Bruder schickte, "konnte man in seinen Augen sehen, dass er wusste, in diesem sinnlosen Krieg nur verlieren zu können". Der Schlagerstar erzählt gegenüber der "Bild", dass ihr Vater ihr versicherte, "dass er nicht kämpfen müsse und es nur als Training diente, aber er nicht unausgebildet in den Krieg geschickt wird". 

Die Familie der Sängerin und Schauspielerin erfuhr erst fünf Tage später vom Tod des Mechanikers. "Neben ihm ist ein Geschoss explodiert. Sein ganzer Kopf war zertrümmert. Immerhin konnte er in Suchodilsk beerdigt werden. Ich war leider nicht dabei. Die Reise wäre zu gefährlich gewesen", klärt sie weiter. Die 29-Jährige konnte nur eine Sprachnachricht zu seiner Trauerfeier schicken, die ihr Bruder Michail vortrug.

Vater opferte sich für seinen Sohn

"Mein Vater hat sein Leben auch für meinen Bruder gegeben. Denn er wollte, dass sein Sohn weiter sein IT-Studium fortsetzen konnte. Durch seinen Dienst an der Waffe war mein Bruder der letzte männliche Vertreter der Familie. Und der wurde deshalb nicht eingezogen", sagt die Sänger zu den Beweggründen ihres Vaters in den Krieg gezogen zu sein. 

Mittlerweile kann die in Hamburg lebende Sängerin über ihren Verlust sprechen. "Anfangs war es ganz schwierig für mich. Ich stand auf der Bühne und sollte den Menschen Fröhlichkeit geben, obwohl in mir alles leer und ohne jegliche Fröhlichkeit war", sagte sie in dem "Bild"-Interview. 

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