Die FPÖ ist sauer über den Macht–Verlust in Linz

Die Linzer SPÖ kündigte die Zusammenarbeit mit der FPÖ Linz auf.
Die Linzer SPÖ kündigte die Zusammenarbeit mit der FPÖ Linz auf.Bild: heute.at
Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) beendete das Arbeitsübereinkommen mit der FPÖ. Das sorgte natürlich für viele Reaktionen.
Luger stellte bei einer Pressekonferenz sehr deutlich klar, warum er die Übereinkunft aufkündigte. "Das Video aus Ibiza offenbar ein System FPÖ das autoritär agiert und das ist demokratiegefährdend", so Luger.

"Der Rücktritt der beiden Hauptdarsteller reicht nicht aus", meinte er weiter. Deshalb habe er am Montag das Arbeitsübereinkommen mit der FPÖ aufgekündigt.

Die reagierte wenig überraschend sauer: "Die Aufkündigung des Arbeitsübereinkommens zwischen SPÖ und FPÖ durch Bürgermeister Klaus Luger ist ein bedauerliches parteipolitisches Manöver im Auftrag der Bundes-SPÖ", polterte Vize-Bürgermeister Markus Hein.

CommentCreated with Sketch.0 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Man werden aber weiter arbeiten und sieht auch Vorteile: "Es wird ein ‚freies Spiel der Kräfte', in der die freiheitliche Handschrift noch klarer sichtbar wird als bisher", so Hein.

Das sagen die Grünen

"Mit der FPÖ ist weder Staat noch Stadt zu machen: Das haben die vergangenen Tage endgültig bewiesen. Wenn Bürgermeister Luger seine Ankündigung ernst meint, muss er eine Änderung der Ressortverteilung herbeiführen", fordert die Grüne-Stadträtin Eva Schobesberger. Allerdings meinte Luger, dass dies wenig wahrscheinlich sei.

Die Neos

Die Neos begrüßten das zukünftige freie Spiel der Kräfte. Und wie der Bürgermeister forderten auch sie ein rasches Ende des Proporzsystems.

So reagiert die ÖVP

Kritisch äußerte sich ÖVP-Vize-Bürgermeister Bernhard Baier: "Lugers Aufkündigung des rot-blauen Koalitionsübereinkommens ist reiner Etikettenschwindel. Wo bleiben klare und ehrliche Ansagen für eine zukunftsorientierte Politik für die Linzerinnen und Linzer?" Zudem forderte er Luger auf rasche Gespräche mit den anderen Parteien zu führen.

(gs)

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