Wirtschaft

Energie-Gutschrift erst 2023 – das sagt Ministerium

Chaos um den 150-Euro-Energiegutschein: Dieser kann erst im kommenden Jahr eingelöst werden. Nun spricht das Ministerium.
Heute Redaktion
05.05.2022, 18:37

Um den steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken, sollte der 150-Euro- Energiegutschein helfen, doch jetzt sorgen einige Fehler für Chaos, "Heute" berichtete.

Knapp vier Millionen Haushalte in Österreich haben den Energiegutschein per Post zugesendet bekommen, viele Bürgerinnen und Bürger scheitern aber an den langen Codes aus Zahlen und Buchstaben. 

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Besonders ärgerlich für viele Haushalte ist zudem der Fakt, dass der Gutschein sowieso erst im kommenden Jahr eingelöst werden kann. Demnach können die 150 Euro nur bei der Jahresstromabrechnung abgezogen werden, 40 Prozent der österreichischen Haushalte erhalten diese zwischen Jänner und Mai.

In den ersten Tagen fast 30.000 Gutscheine eingelöst

Wie ein Sprecher des Finanzministeriums in einer Aussendung bekannt gab, sei die Abwicklung des Energiekostenausgleich-Gutscheins eine Herausforderung ist. "Derzeit befinden wir uns jedoch im Zeitplan und es sind keine Probleme bei der Abwicklung bekannt. In den ersten Tagen wurden bereits fast 30.000 Gutscheine allein online eingelöst. Das entspricht einer potentiellen Entlastung von 4,5 Millionen Euro für Haushalte", heißt es.

Weiters wird betont, dass der Abzug bei der nächsten Jahresabrechnung immer so vorgesehen war und auch kommuniziert wurde. "Diese ist im Großteil der Fälle in den nächsten Monaten. In den allermeisten Fällen wird auch dort erst die Preissteigerung spürbar, da die Energieversorger erst jetzt begonnen haben, die Preise zu erhöhen. Sollte die nächste Abrechnung erst später kommen, da heuer bereits eine erfolgte, gilt der Gutschein selbstverständlich dort. Der Wert, dass 40% den Gutschein erst nächstes Jahr einlösen können, können wir im BMF, die E-Control und auch die Interessensvertretung Österreichs Energie nicht nachvollziehen", so das Finanzministerium.

Denn: Von den Energieunternehmen sammelt die E-Control die Daten, die auf folgender Webseite Aktuelle Preisänderungen - www.e-control.at zu finden sind. An dieser Liste sieht man, dass die meisten EVUs ihre Preise im Laufe des Jahres anpassen.

Budgetiert sind für den Energiekostenausgleich insgesamt 627,8 Millionen Euro. Enthalten sind in den budgetierten Kosten auch die Abwicklungskosten. Der tatsächliche Aufwand hängt davon ab, wie viele Gutscheine eingelöst werden.

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