Der Ukraine-Krieg treibt die Preise für Gas, Energie und Treibstoff weiterhin nach oben. Eine 47-jährige Mutter weiß nicht mehr weiter: Angela S. (Name auf Wunsch geändert) pendelt zwischen der Gemeindewohnung in Wien und dem Gartenhäuschen im südlichen NÖ und bezieht Mindestsicherung. Auf dem Gartenhaus lasten nur Schulden.
"In Wien wohnen zwei Töchter, eine davon ist schon volljährig, eine ist 14 Jahre. In Niederösterreich wohnen mein Gatte und ich. Er hat Krebs und wir zogen in der Pandemie ins Gartenhäuschen, damit er nicht Corona bekommt", erzählt die 47-Jährige.
In der Wiener Wohnung kann derzeit maximal noch ein Zimmer beheizt werden, das Gartenhaus ist kalt. "Wie soll das gehen? Die Energiekosten sind ja nicht mehr normal. Mir blieben vor der massiven Teuerung lediglich 70 Euro im Monat übrig", berichtet die 47-Jährige.
Dem Gatten geht es von Woche zu Woche schlechter, jetzt hat er auch noch Corona bekommen. "Wir haben jetzt einen Holzofen organisiert", so Gerlinde A. vom Verein Hoffnungsschimmer. Das Drama dabei: "Ein Kind ist noch schulpflichtig und vom Einkommen bleibt nichts."