Im Werkzeugkasten finden sich oft zwei verstellbare Schraubenschlüssel mit ungewöhnlichen Namen: der Engländer und der Franzose. Beide haben stufenlos verstellbare Metallbacken, um Muttern und Schrauben verschiedener Größen greifen zu können.
Der Unterschied liegt in der Bauweise: Beim Franzosen wird der Mechanismus durch Drehung des Griffs selbst betätigt. Die Backen liegen auf beiden Seiten, und durch das feine Gewinde lässt sich eine hohe Klemmkraft erzielen.
Wie chip.de schreibt, hat sich der Engländer - auch Rollgabelschlüssel genannt - aufgrund seiner praktischeren Bauform durchgesetzt. Bei ihm wird die untere Backe durch ein Schneckengetriebe im Kopf verstellt, was eine schmalere Form ermöglicht.
Die kuriosen Bezeichnungen könnten von den unterschiedlichen Maßeinheiten stammen: In Europa wurden metrische Maße verwendet, in England hingegen Zoll. Normale Maulschlüssel passten daher oft nicht - der verstellbare Schlüssel aber schon.
Übrigens: Auf klassische Maulschlüssel solltest du trotzdem nicht verzichten. Da sie keine beweglichen Teile haben, halten sie länger und können größeren Kräften standhalten.