Englands höchste Fußballliga gilt als wichtige Fußballiga der Welt. Kein Wunder, dass die Brustsponsorenplätze bei den 20 Teams heißbegeht sind. Ab der kommenden Saison wird es aber zu einer vielbeachteten Revolution kommen, wie die Liga am Donnerstag mitteilte. Alle Vereine einigten sich darauf, künftig Glücksspielkonzerne – und damit auch Wettanbieter – als Brustsponsor zu verbieten. Alle 20 Vereine sprachen sich demnach dafür aus.
Alle Vereine bekommen jedoch eine dreijährige Übergangsfrist zugestanden. Spätestens bis zum Saisonbeginn 2026/27 müssen dann sämtliche Brustsponsor-Übereinkommen mit Wettanbietern gelöst worden sein.
Weiterhin erlaubt ist jedoch das Platzieren von Glücksspiellogos auf den Trikotärmeln. Auch Bandenwerbung in den Stadien bleibt weiterhin zulässig. "Die Ankündigung folgt einem umfassenden Prozess, an dem die Liga, ihre Klubs und das Ministerium für Kultur, Medien und Sport im Rahmen einer Überprüfung beteiligt waren", teilte die Liga mit, betonte aber, als erste Sportliga Großbritanniens einen derartigen Schritt gesetzt zu haben.
Von der nun beschlossenen Regelung ist beinahe die halbe Liga betroffen. Acht der 20 Vereine werben aktuell auf der Vorderseite ihrer Trikots für Glücksspielkonzerne. Das sind Brentford, Everton, Fulham, Leeds United, Newcastle United, Southampton und West Ham United. Der Gesamtwert aller Sponsorings soll bei 60 Millionen Pfund (gut 68 Millionen Euro) liegen.
Die Premier League ist allerdings nicht die erste europäische Topliga, in der das Werben für Glücksspielkonzerne verboten ist. Die Serie A in Italien (2019) und die spanische LaLiga (2021) haben bereits vergleichbare Regelungen umgesetzt.