Enkeltöchter missbraucht: Milde Strafe für Ekel-Opa

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Ein 54-jähriger Großvater wurde am Dienstag in Salzburg zu 30 Monaten Haft verurteilt, weil er seine beiden Enkeltöchter (heute fünf und acht Jahre alt) über Monate hinweg sexuell missbraucht hat. Er muss nur zehn Monate im Gefängnis verbringen, der Rest der Strafe wurde auf Bewährung ausgesprochen.

Die beiden Mädchen waren regelmäßig bei ihrem Großvater zu Besuch und oft alleine in seiner Obhut. Diese Momente nutzte der Mann aus, ab dem Frühjahr 2015 kam es zu sexuellen Übergriffen. Eines der Mädchen missbrauchte er laut "orf.at" rund 20 Mal. Im April 2016 vertraute sich ein Enkerl seiner Mutter an und schilderte, dass der Opa immer "schmusen will".

"Leider hat mein Gehirn ausgesetzt"

"Ich bereue das zutiefst", sagte der Angeklagte, sein Gehirn habe ausgesetzt. Er sei sich bewusst, dass schwerwiegende Folgen für die Kinder entstehen. "Ich hoffe, sie können mir irgendwann verzeihen", bat er seine Familie um Vergebung.

Die Richterin wertete das reumütige Geständnis als mildernd. Der lange Tatzeitraum und die Vielzahl an Übergriffen wurden hingegen als erschwerend gewertet.

Kontaktverbot, Teilschmerzensgeld

Abgesehen von der Haftstrafe muss der 54-Jährige jeglichen Kontakt zu seinen Enkeltöchtern abbrechen und sich von deren Wohnort, Schule und Schulweg fernhalten. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Beschuldigte hat alle Ansprüche auf ein Teilschmerzensgeld anerkannt.

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