Ein 85-jähriger Maestro, 85 Mann im Orchester, 75 Sänger und die packendsten Melodien aus 50 Jahren Schaffen. Ein Ennio Morricone kleckert nicht, er klotzt. Und das ist gut so - denn wenn er aufspielen lässt, ist das das Höchste der Gefühle.
Ein 85-jähriger Maestro, 85 Mann im Orchester, 75 Sänger und die packendsten Melodien aus 50 Jahren Schaffen. Ein Ennio Morricone kleckert nicht, er klotzt. Und das ist gut so – denn wenn er aufspielen lässt, ist das das Höchste der Gefühle.
Dieser Mann hat ihn gefunden, den kürzesten Weg vom Ohr direkt ins Herz. Klingt schwülstig, ist es irgendwie auch – und trotzdem kann man sich der Urgewalt seines Werkes nicht entziehen. Der wohl größte Filmkomponist aller Zeiten verlieh Gringos wie Clint Eastwood, Jean-Paul Belmondo und Henry Fonda ihren Tiefgang, machte die dazugehörigen Klassiker von "Zwei glorreiche Halunken" (1966) über "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968) bis "Cinema Paradiso" (1988) unsterblich und beglückt noch immer den Trashgiganten 2.0:
So verwertet Quentin Tarantino Morricones Arrangements in Werken wie "Django Unchained" und "Kill Bill" –das nur leider nicht immer in völligem Einklang mit ihrem Schöpfer. Aber, und darauf pocht der Ehren-Oscar-Preisträger: Nur acht Prozent seines 500 Soundtracks umfassenden Schaffens widmete er dem Genre Western, seine viel zitierte "absolute Musik" fand u.a. auch Gehör in TV-Serien. Beim ausverkauften Musikreigen in Wien lässt er viele Titel für sich sprechen, andere serviert er in Medleys. Bewegen wird er in jedem Fall.