Statistiken verweisen auf einen massiven Anstieg im Pflegebedarf: 2010 waren es noch 4.075 Betreute, 2016 wurde diese Zahl mit 8.834 Fördernehmern mehr als verdoppelt!
Der Pflegeberuf wird boomen: Die Gesamtbevölkerung Niederösterreichs wächst - die Zahl der Pflegegeldbezieher im Bundesland steigt.
Die Wissenschaft habe einen deutlichen Anstieg bei der 24-Stunden-Betreuung vorausgesagt, infolgedessen prognostiziere man eine Erhöhung von bis zu 80 Prozent bis zum Jahr 2025, so die aktuelle Altersalmanach der Universität Wien.
Um betreuungsbedürftige Menschen bestmöglich zu pflegen, wurden Modelle zur Förderung der 24-Stunden-Betreuung geschaffen. Generell wird dieses Betreuungsmodell erst ab der Pflegestufe 3 in der maximalen Höhe von 550 Euro bei zwei selbstständigen Betreuungsverhältnissen monatlich gefördert.
"Voraussetzung für ein Betreuungsverhältnis nach dem Hausbetreuungsgesetz des Bundes ist ein Pflegegeldbezug zumindest der Pflegegeldstufe 3. Jedoch ermöglichen wir in Niederösterreich, abweichend zum geltenden Bundesmodell, bei nachgewiesener Demenz auch bereits eine Förderung bei Pflegegeldbezug der Stufen 1 und 2", verweist die Sozial-Landesrätin Barbara Schwarz (VP) auf das besondere niederösterreichische Fördermodell.
Pflegebedarf steigt!
Während im Jahr 2010 4.075 Fördernehmer unterstützt wurden, hat sich diese Zahl im Jahr 2016 mehr als verdoppelt! Und: Bereits im ersten Halbjahr 2017 wurden 7.797 Personen gefördert - Tendenz steigend.
Es sei es daher vorrangig, pflegende Angehörige bestmöglich zu unterstützen - sowohl die 24-Stunden-Betreuung als auch die mobile Pflege, heißt es von der Landesrätin.
(jac)