Entenküken von Feuerwehr aus Kanal gerettet

Alles für den Nachwuchs: Feuerwehr und Polizei gaben jetzt in Berndorf nicht auf, holten ein kleines Entenküken aus dem Kanal.

Mit großem Aufwand holte die Feuerwehr Berndorf jetzt ein herziges Entenküken aus der Misere: Bei Ankunft der Einsatzkräfte – auch die Polizei wurde alarmiert – gab es bereits zwei Anzeichen für die Zwickmühle, in der das Tierbaby saß.

Zum Einen ein leises Quaken aus dem Nichts und zum Anderen eine völlig verzweifelte Entenmama, die mit ihren drei Küken im Schlepptau auf der Straße hin und her lief und ihr abhanden gekommenes Baby suchte.

"Eine Erstbefragung der Polizei zum Unfallhergang verlief wegen mangelnder Kommunikationswilligkeit der Entenmutter negativ", berichtet die Feuerwehr Berndorf humoristisch die Abläufe.

Regenwasserkanal geflutet

Um das Küken zu finden, wurden die Kanalgitter geöffnet und die Rohre mit der Kamera abfotografiert – vergeblich. Also beschloss man, den Regenwasserkanal ganz vorsichtig zu fluten.

Doch auch nach dieser Operation war das Küken weit und breit nicht aufzufinden – zudem war das Quaken plötzlich nicht mehr zu hören.

"Daher musste angenommen werden, dass der falsche Kanalschacht geöffnet wurde und das Küken weggeschwemmt wurde. Vermutlich hatte die Mutter ihr Küken schon abgeschrieben und machte sich mit ihren verbliebenen 3 Küken auf den Weg Richtung Triesting. Sowohl den Anhalteversuchen durch die Polizei und dem Einfangen seitens der Feuerwehr ist erfolgreich ausgewichen worden und so watschelten die 4 quer durch die Wohnhausanlagen in Sechshaus und Vierhaus in die Triesting und verschwanden", schildert die Feuerwehr.

Feuerwehr kletterte in Kanal, ging auf Suche

Aber die Florianis gaben nicht auf: Ein Feuerwehrmitglied kroch in den Regenwasserschacht und öffnete einen Kanaldeckel nach dem anderen, das Küken machte nun erneut lautstark auf sich aufmerksam.

"Statt dem Weiterschwemmen, kroch ein Feuerwehrmitglied dem Geräusch nach zum Küken und konnte dieses ca. 20 Meter von der Einstiegsstelle finden und aufnehmen. Ein Rückwärtskriechen war nicht möglich und so mussten Retter und Gerettete noch ca. 80 Meter bis zum nächsten Aufstieg den Kanal durchkriechen", so die Feuerwehr.

Doch: Das gerettete Tierbaby hatte nun keine Mama mehr, wurde also in die Wildtierstation nach Gloggnitz gebracht und wird dort aufgepäppelt.

Ente gut, alles gut! (nit)

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