In Wien-Mariahilf fanden Polizisten in der Nacht auf Montag den Leichnam eines getöteten Pensionisten (72). Wenige Stunden später wurde der Verdächtige Christian F. (37), der erst am Sonntag aus der Strafvollzugsanstalt in Simmering ausgebrochen war, festgenommen. Beim Opfer handelte es sich um den Vater seiner Ex-Freundin. Christian F. wurde festgenommen und ist geständig.
In Wien-Mariahilf fanden Polizisten in der Nacht auf Montag den Leichnam eines getöteten Pensionisten (72). Wenige Stunden später wurde der Verdächtige Christian F. (37), der erst am Sonntag aus der Strafvollzugsanstalt in Simmering ausgebrochen war, festgenommen. Beim Opfer handelte es sich um den Vater seiner Ex-Freundin. Christian F. wurde festgenommen und ist geständig.
Wie Polizei-Sprecher Thomas Keiblinger gegenüber Heute.at bestätigte, wurde der erst am Sonntag aus der Strafvollzugsanstalt Simmering ausgebrochene Mann wegen Mordverdachts festgenommen. Für den Verdächtigen klickten am Montag gegen 9 Uhr die Handschellen. Er soll den 72-jährigen Vater seiner Ex-Freundin in Wien-Mariahilf getötet haben.
"Er ist voll geständig und gibt die Tat zu", so sein Anwalt Nikolaus Rast. Er habe die Tat aber nicht geplant, "hatte keine Tötungsabsicht." Zu der Tat sei es "im Affekt gekommen". Wie der Verteidiger erklärte, habe sich sein Mandant ausschließlich seines Kindes wegen aus der Justizanstalt abgeseilt.
Großvater verweigerte Verdächtigen Kontakt zur Tochter
Der mehrfach Vorbestrafte suchte nach seinem Ausbruch die Wohnung des 72-Jährigen auf, weil er seine Freundin und eben das gemeinsame Kind sehen wollte, die er dort vermutete. Er traf in der Wohnung aber nur auf den Großvater, es kam zum Streit. "Hintergrund der Auseinandersetzung war Eifersucht. Das Opfer wollte keinen Kontakt des Mannes zu seiner Tochter und dem Enkelkind zulassen", erklärte Rast.
Der Pensionist versuchte dem geflohenen Häftling klarzumachen, dass seine Tochter nichts mehr von ihm wissen wolle. Dieser dürfte daraufhin rot gesehen und mehrfach mit einem Messer auf den Pensionisten eingestochen haben.
Flucht nach Tschechien
Nachdem er den Mann erstochen hatte, flüchtete der 37-Jährige mit dessen Pkw und dessen Handy nach Tschechien. "Dort hat er eingesehen, dass das keine gute Idee ist. Er ist daher zurückgefahren", erklärte Anwalt Rast. Als er sich wieder im Bundesgebiet befand, gelang es der Polizei, ihn über das Handy des ums Leben Gekommenen zu orten.
Am Hernalser Gürtel entdeckte eine Polizeistreife schließlich den Wagen des Verdächtigen und verständigte die Cobra. Der Mann wurde schließlich am Gürtel auf der Höhe Neulerchenfelderstraße gestoppt. Der Gesuchte ergab sich widerstandslos, hieß es vonseiten der Exekutive.
Verdächtiger zum zweiten Mal getürmt
Die Einvernahme des Verdächtigen war am Montag im Laufen. Er soll in der Justizanstalt eine vierjährige Haftstrafe wegen Drogengeschäften, Erpressung und Raub zu verbüßen gehabt haben.
Bereits zu Jahresbeginn soll der Mann aus der Haft geflohen sein, wurde aber wieder eingefangen. Zuletzt kam er als Küchenhilfe in einen etwas gelockerten Vollzug und nutzte diesen am Sonntag um 11:35 Uhr zur Flucht.
Vor dem Leichenfund hatte die Polizei einen Anruf von der Ex-Freundin des Verdächtigen und Tochter des Opfers erhalten. Der mutmaßliche Täter dürfte der Frau von der Tat erzählt haben. Nach dem telefonischen Hinweis hielt eine Streife der Polizei Nachschau und entdeckte die Leiche gegen 3:30 Uhr in der Wohnung in der Webgasse 22.