Entführter (35) gelang Flucht!

- Angela S. wurde in Engelhartszell (OÖ) völlig verstört aufgefunden - mit Fesselspuren an Handgelenken - Mysteriöser Fall: Opfer behauptet, es sei gekidnappt, dann von einer unbekannten Frau gerettet worden
Völlig verstört steht die Frau mit zerstrubbeltem Haar am Straßenrand von Engelhartszell an der Donau (OÖ), stundenlang war sie zuvor durch die 1000-Einwohner-Gemeinde im Innviertel geirrt. Passanten werden schließlich auf sie aufmerksam, fragen, ob sie helfen könnten. Sie sei entführt worden, komme eigentlich aus Wien, antwortet Angela S. (35) mit zittriger Stimme.

Der rätselhafte Kriminalfall: Vier Tage zuvor hatte sie ihr Ehemann als vermisst gemeldet. Nachdem die Kripo ihr Handy geortet hatte, wurde das Auto von S. nahe der Westautobahn bei Böheimkirchen (NÖ) gefunden. Doch von der Verschwundenen fehlte jede Spur.

In Wohnmobil festgehalten

Bei der Polizei sagte Angela S. später aus, sie sei von einem Unbekannten gekidnappt und dann in einem Wohnmobil festgehalten worden. Der Täter habe sie an einen Stuhl gefesselt. Sie sei misshandelt und beschimpft worden. Eine ihr fremde Frau (offenbar die Schwester des Entführers) habe ihr allerdings geholfen und so lange auf den Mann eingeredet, bis dieser sie freiließ. Bei Engelhartszell - 240 Kilometer von Wien entfernt.

Die Traumatisierte wurde inzwischen ins Wiener Otto-Wagner-Spital gebracht. Die Kriminalpolizei (Wiener Landeskriminalamt, Außenstelle Süd) hat ihre Ermittlungen aufgenommen. Ein Fahnder gegenüber Heute: Wir stehen momentan ganz am Anfang - vieles ist derzeit noch unklar.

Armin Bach, Robert Loy, Andreas Huber
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