Der vor zwei Jahren in Syrien entführte US-Journalist und Forscher Peter Theo Curtis ist wieder frei. "Endlich kehrt er nach Hause zurück", erklärte US-Außenminister John Kerry am Sonntag und bestätigte damit die Freilassung des aus Massachusetts stammenden jungen Wissenschaftlers. Curtis war zwei Jahre lang in der Hand der radikalislamischen Al-Nusra-Front.
am Sonntag und bestätigte damit die Freilassung des aus Massachusetts stammenden jungen Wissenschaftlers. Curtis war zwei Jahre lang in der Hand der radikalislamischen Al-Nusra-Front.
Die Al-Nusra-Front ist der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Curtis' Entführung war geheim gehalten worden. Auch das Weiße Haus hat bestätigt, dass Curtis nach fast zwei Jahren Geiselhaft in Syrien freigelassen wurde. "Theo ist jetzt sicher aus Syrien heraus", hieß es am Sonntag in einer Mitteilung von Sicherheitsberaterin Susan Rice.
Nach Angaben der Vereinten Nationen wurde Curtis am Sonntag den UNO-Blauhelmen auf den Golan-Höhen übergeben. Nach einer Überprüfung seines Gesundheitszustands sei er dann von einem Vertreter der US-Regierung in Empfang genommen worden.
2012 an türkisch-syrischer Grenze verschleppt
Die Freilassung des Forschers war zunächst von dem katarischen Fernsehsender Al-Jazeera gemeldet worden. Demnach wurde Curtis im August 2012 nahe der Grenze zwischen Syrien und der Türkei verschleppt. Laut dem Sender hatte sich Katar für seine Freilassung eingesetzt.
Kerry sagte, die USA hätten mehr als zwei Dutzend Staaten gebeten, sich für die Freilassung von Curtis und allen anderen US-Geiseln in Syrien einzusetzen. Die USA benutzten jedes diplomatische, nachrichtendienstliche und militärische Mittel, um die Freilassung amerikanischer Geiseln in Syrien zu erwirken. Dass Curtis nun wieder frei sei, sei insbesondere nach der "unaussprechlichen Tragödie" in dieser Woche für alle eine große Erleichterung, erklärte der US-Außenminister. Nach Angaben der Nationalen Sicherheitsberaterin Rice wird er bald wieder mit seiner Familie vereint sein.
20 weitere Journalisten in Syrien vermisst
Erst vor wenigen Tagen war die bekannt geworden. Am vergangenen Dienstag stellte die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) ein Video ins Internet, das die Enthauptung des 40-Jährigen zeigt. Sie bezeichnete die Hinrichtung als Reaktion auf von US-Präsident Barack Obama angeordnete Luftangriffe auf IS-Stellungen im Irak.
Ein Informant aus Katar sagte der Nachrichtenagentur Reuters, katarische Geheimdienste hätten bei der Freilassung von Curtis eine Rolle gespielt. Es habe Gespräche mit den "richtigen Leuten in Syrien" gegeben. Der Informant fügte hinzu, die Befreiung von Gefangenen von IS wäre für Katar "sehr schwierig". Mit anderen Gruppen sei es dagegen einfacher.
Nach Schätzung des in den USA ansässigen Komitees zum Schutz von Journalisten werden in Syrien etwa 20 Journalisten vermisst. Es wird vermutet, dass viele davon sich in der Gewalt von IS befinden.