Welt

Entführter tumorkranker Bub in Spanien entdeckt

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:22

Der tumorkranke britische Bub, der von seinen Eltern aus einer Klinik verschleppt worden war, ist in Spanien gefunden worden. Die Fahnder entdeckten Ashya nahe der Stadt Velez Malaga im Süden Spaniens in einem Hotel und lieferten ihn in ein Krankenhaus ein. Die Eltern des Fünfjährigen wurden festgenommen.

Das Paar hatte den Buben am Donnerstag aus einem Krankenhaus in Southampton geholt und war ohne Zustimmung der Ärzte mit ihm und seinen sechs Geschwistern nach Frankreich ausgereist. Seitdem fehlte von der Familie jede Spur. Der unter einem Hirntumor leidende Bub ist auf einen Rollstuhl angewiesen, kann nicht sprechen und wird künstlich ernährt. Das batteriegetriebene System für die künstliche Ernährung kann offenbar nur von geschultem Personal bedient werden.

Es wurde befürchtet, dass der Bub ohne angemessene ärztliche Betreuung stirbt. Er war erst vor sieben Tagen operiert worden. Die britischen Behörden stellten am Samstag einen für den 51 Jahre alten Vater und die 45-jährige Mutter aus.

Die Eltern gehören den Zeugen Jehovas an, die gegen Bluttransfusionen sind. Die Glaubensgemeinschaft weist aber darauf hin, dass sie dennoch für "die bestmögliche medizinische Behandlung" eintrete.

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