Laut aktueller Berichte gibt es einen besorgniserregenden Anstieg der arbeitsbedingten Todesfälle in fast der Hälfte der EU. Österreich liegt bei Arbeitsunfällen pro 100.000 Einwohner in Europa auf Platz 10.
Vor diesem Hintergrund haben die Branchenexperten von Lebenslaufapp.ch versucht, die verletzungsanfälligsten Branchen in Österreich, Deutschland und der Schweiz aufzudecken. Zu diesem Zweck wurden die nicht tödlichen Verletzungen für jede Branche im Zeitraum von 2012 bis 2021 analysiert. Außerdem wurden die Gesamtbelegschaft und die Rate der nicht tödlichen Verletzungen berücksichtigt.
Die Studie von Lebenslaufapp.ch zeigt, dass nicht tödliche Arbeitsunfälle in der herstellenden Industrie für mehr als jeden fünften Arbeitsunfall in Österreich verantwortlich sind (22,35%). Somit steht die Fertigungsindustrie an erster Stelle, wenn es um verunglückte Arbeitnehmer geht.
Bei der Auswertung der Daten fiel auf, dass sich ein Trend in Österreich, aber auch in Deutschland zeigt: Die Produktionsindustrie wird immer mehr zur meist betroffenen Branche bei Verletzungen auf dem Arbeitsplatz.
Das Bauwesen ist auf Platz zwei für fast jeden fünften (19,12%) Arbeitsunfall verantwortlich, was mit den körperlich anstrengenden und gefährlichen Bedingungen zusammenhängt, die sowohl im Baugewerbe als auch in der Fertigung typisch sind.
Bauarbeiter sind in der Schweiz (23,94%) und Österreich (19,12%) im Vergleich zu Deutschland (13,53%) besonders gefährdet. Sollte man also als Schweizer oder Österreicher vorhaben, sich in der Baubranche zu verwirklichen, muss man auf das hohe Verletzungsrisiko gefasst sein.