Enthüllt! Rechten-Treffen ist im Schloss Aistersheim

Der Bürgermeister fürchtet einen Wirbel wie in Linz, wenn der Kongress im Schloss stattfindet.
Der Bürgermeister fürchtet einen Wirbel wie in Linz, wenn der Kongress im Schloss stattfindet.Bild: fotokerschi.at, Wikipedia
Eigentlich wollten die Veranstalter des Rechten-Kongresses den Veranstaltungsort geheim halten. "Heute" fand ihn trotzdem heraus.

Vor zwei Jahren herrschte fast Ausnahmezustand in Linz. Hunderte Polizisten auf der Straße, Tausende Gegendemonstranten, die halbe Innenstadt abgeriegelt.

Der Grund: ein Kongress führender Rechter in den Redoutensälen (u.a. war auch der jetzige Innenminister Herbert Kickl, FPÖ, als Redner dabei).

Schon Wochen vor dem Rechten-Treff im Oktober gab es Proteste – kurz nachdem bekannt geworden war, dass der Kongress in landeseigenen Räumen abgehalten wird.

Deswegen versuch(t)en die Veranstalter (das FPÖ-nahe Magazin info-direkt.eu) auch den Ort des Kongresses, der heuer am 3. März stattfindet, diesmal geheim zu halten – um es Aktivisten, die ihn verhindern wollen, schwer zu machen.

Auf Facebook gab's bislang nur kryptische Hinweise – und ein Foto vom Traunsee mit dem Traunstein im Hintergrund. Deshalb wurde schon gemunkelt: Das "Verteidiger Europas"-Treffen könnte im Salzkammergut stattfinden.

"Heute" fand allerdings heraus. Nein, es ist im Hausruckviertel. Genauer gesagt im Bez. Grieskirchen. Und zwar im dortigen Wasserschloss Aistersheim, das im privaten Besitz ist.

Offiziell bestätigt wurde es zwar nicht. Doch: "Heute" rief bei der Telefonummer an, die in den Kontaktdaten der Homepage des Wasserschlosses aufgeführt ist. Dort hob ein Mann mit dunkler Stimme ab. Auf die Frage, ob man denn bei ihm Karten für den Kongress bekomme, meinte er nur: "Ich bin nicht der Veranstalter, rufen sie bei denen an, die ihn machen."

Die Zeitung "Der Standard" erreichte am Telefon Heinrich Birnleitner, Obmann der "Arbeitsgemeinschaft der Aussteller und Veranstalter im Schloss Aistersheim": Der verwies auf seinen Sohn, der "alle Infos" habe.

Aistersheims Bürgermeister Rudolf Riener (ÖVP) wusste noch nichts davon. Was einen Polizeieinsatz und einen Wirbel wie in Linz betrifft, meinte er: "Darauf können wir gerne verzichten."

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(red)

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