Entscheiden Pornos den Internetvideo-Krieg?

So wie es aussieht, wird auch diesmal die Pornoindustrie entscheiden, welcher Standard beim Abspielen von Internetvideos in Zukunft Anwendung finden wird. Zur Auswahl stehen HTML5 und Flash.

Die Pornoindustrie hat bereits in der Vergangenheit schon diverse Kriege zwischen Herstellern entschieden, wenn es um ein einheitliches Videosystem ging. In den 1970ern setzten die Produzenten von Erwachsenenfilmen vorwiegend auf Videokassetten im VHS-System, das von JVC entwickelt wurde.

Betamax (Sony) und Video 2000 (Grundig und Philips) hatten, obwohl in manchen Bereichen technisch wesentlich besser, das Nachsehen. Aber auch die immer weiter verbreiteten Blue-ray-Discs (Sony, Philips und viele andere) musste sich erst gegen die HD DVD durchsetzen - Toshiba stellte die Produktion 2008 ein und baut seither selbst Blue-ray-Player.

Porno-König will Flash verbannen

Nun herrscht wieder ein Videoformat-Krieg, diesmal aber im Internet. Die Konkurrenten heißen HTML5 und Flash. Apple hat Flash bereits verbannt, weshalb iPhone-Nutzer keine Flashvideos ansehen können. Und auch Google verzichtet bei seinem Browser darauf und setzt wie Apple auf HTML5. Eine der letzten Flash-Bastionen ist der von vielen benutzte Internet Explorer.

Doch auch Microsoft soll, geht es nach Porno-König Ali Joon (Boss von Digital Playground), endlich den Flashplayer aus seinem Browser verbannen. "HTML5 ist die Zukunft", meint Joon gegenüber ConceivablyTech. "Handy-Browser verstehen alle sehr gut HTML5. Flash verlangsamt alles und hat einen schlechten Einfluss auf die Batterieleistung." Joon bietet Videos auf seiner Website auch in Flash an, will aber ab dem Zeitpunkt, zu dem alle Browser HTML5-fähig sind, Flash verbannen.

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