Viagogo ab sofort von Google gesperrt

Nach zahlreichen Betrugs- und Kritikfällen in der Vergangenheit hat Google nun entschieden, Anzeigen des Zweitanbieters für Live-Events nicht mehr zu erlauben.
Google verbietet auf unbestimmte Zeit Anzeigen von Viagogo. Darüber hinaus werden Suchergebnisse gelöscht, um Konsumenten vor unsicheren oder unseriösen Ticketangeboten zu schützen.

EU-Konsumentenschützer übten seit geraumer Zeit Kritik an dem Wiederverkäufer von Event-Tickets und forderten, dass sich Viagogo an alle Vorgaben des EU-Verbraucherrechts halten sollte.

Den Ticketanbeiter Ö-Ticket freut sich über den Schritt von Google. "oeticket begrüßt alle Maßnahmen, die Konsumenten schützen und für Transparenz und Sicherheit bei Live-Events sorgen. Der drastische Schritt von Google zeigt die weltweite Problematik von Zweitverkäufern auf. Damit wird überteuerten oder ungültigen Tickets, die über zweifelhafte Portale vertrieben werden, ein erster Riegel vorgeschoben", betont oeticket-CEO Christoph Klingler in einer ersten Reaktion.

"Intransparenz, überteuerte Kosten, Betrugsfälle und die Verunsicherung der Konsumenten sind Gift für die Kultur- und Veranstaltungsszene. Google gibt ein klares Bekenntnis zum Konsumentenschutz ab. oeticket ist dankbar, dass ein global agierendes Unternehmen diesen wichtigen Schritt gesetzt hat", so Klingler.

CommentCreated with Sketch.3 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Unseriöser Zweitanbieter

Über Viagogo können Tickets von anderen gekauft oder eigene Karten zum Kauf angeboten werden. Konsumentenschützer kritisierten stets, dass die Plattform Käufern den Eindruck vermittle, sich auf einer offiziellen Kartenverkaufsseite zu befinden. Der Betreiber mit Sitz in Genf hatte die Kritik zurückgewiesen. Zuletzt sah sich die Schweizer Plattform mit einer Klage konfrontiert, nachdem sich zahlreiche Kunden über die Vermittlung von Fußballtickets beschwert hatten. (ek)

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