Niederösterreich

Enttäuschte Olympia-Boarderin Zerkhold daheim empfangen

Die Olympiateilnehmerin Pia Zerkhold wurde in Scheibbs empfangen. Im Rathaus erzählte sie von Peking. Wenig glücklich war sie dort mit dem Essen.
21.02.2022, 11:19

Am Freitag wurde die Olympia-Rückkehrerin Pia Zerkhold in ihrer Heimatstadt Scheibbs empfangen. Eine Abordnung rund um Bürgermeister Franz Aigner und Sportstadträtin Alena Fallmann hieß die erste Scheibbser Olympia-Teilnehmerin bei einem kleinen Empfang im Rathaus herzlich willkommen. 48 Stunden hatte die Heimreise über Seoul, Paris, München und Wien gedauert – anschließend war die 23-Jährige froh nach dem China-Abenteuer wieder zuhause bei Mutter Irene Zerkhold sowie Stiefvater Hans Kurz angekommen zu sein.

Vor allem das Essen in China wird der Snowboardcrosserin nicht abgehen. Das Essen war laut ihr nämlich nicht besonders, weshalb sie vor Ort vor allem auf Fleisch verzichtete. Sprachbarrieren wurden mittels digitalem Sprach-Übersetzer überwunden. "Die Chancen, dass der richtig übersetzt hat, waren 50:50", so Zerkhold. Gewohnt haben die Snowboard-Crosser gemeinsam mit den Freestylern direkt bei den Sportanlagen im Hotel und nicht im Olympischen Dorf.

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Training in St. Pölten

Sportlich gesehen war die Teilnahme an ihren ersten olympischen Spielen wie berichtet durchwachsen: ein Achtelfinal-Aus im Einzel- und ein 13. Platz im Mixed-Bewerb stehen zu Buche. Obwohl sie sich selbst nicht zu viel Druck auferlegte war sie nach den Rennen sehr enttäuschst. Es wäre mehr drinnen gewesen, gab sie zu Protokoll. Trotzdem sei es eine tolle Erfahrung dabei gewesen zu sein.

Der Werdegang von Pia Zerkhold

Erst mit 12 Jahren begann Pia Zerkhold mit dem Snowboarden um mit der Schulmannschaft des BRG Wieselburg bei den Landesmeisterschaften zu starten, und holte tatsächlich den Landemeistertitel, um gleich darauf bei den School-Olympics auch die Bundesmeisterschaften zu gewinnen. Nach einem Jahr an der HAK Schladming wurde Zerkhold 2015 in den ÖSV C-Kader aufgenommen, und begann mit internationalen Junior-FIS-Rennen, und ersten EC-Rennen. Es folgte viele Erfolge auf Jugendebene und 2017 die ersten Einsätze im Snowboardcross-Weltcup. Nach der Matura schaffte es Zerkhol 2019 in den Heeressportkader, etablierte sich in der Folge trotz vielen Verletzungen im Weltcup. Mit dem Einzug ins große Finale beim ersten Weltcuprennen der Saison 2021/22 sicherte sich Zerkhold die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2022 in Peking.

Der Blick richtet sich nun bereits wieder nach vorne, schließlich stehen heuer noch zwei Weltcuprennen auf dem Programm. Die nächsten großen Ziele sind die Weltmeisterschaften 2023 in Georgien und die Olympischen Spiele in Cortina im Jahr 2026. Den sportlichen Alltag dominiert bis das Training – sechs Mal pro Woche – egal ob Winter oder Sommer. Die 23-jährige Heeressportlerin ist in Linz stationiert ist, trainiert aber großteils in St. Pölten.