Österreich

Entwarnung für Häuser nach Hangrutschen

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:00

Im südburgenländischen Neuhaus am Klausenbach (Bezirk Jennersdorf) ist es laut ORF Burgenland seit Wochen vermehrt zu Hangrutschungen gekommen. Seit dem Osterwochenende hat sich die Lage verschlechtert. Entwarnung gab es für vier davor bedrohte Häuser.

Schuld an den Rutschungen dürfte vor allem das Wetter sein: "Heuer ist es extrem, weil der Boden nicht über der Oberfläche gefroren war und das Wasser nicht abgeronnen sondern versickert ist", erklärte Baudirektor Johann Godowitsch.

Am Sonntag hatte der Bürgermeister einen Anruf von einem Bewohner erhalten. "Da waren es erst wenige Zentimeter. Am Nachmittag läutete wieder das Telefon, da waren dann schon 30 Meter weg. Ein halber Wald wurde mitgerissen", erzählte er. Es eine Zufahrt sei weggebrochen. Von den Hangrutschungen seien Güterwege betroffen, Straßen mussten gesperrt werden.

Für die Bewohner der betroffenen Häuser hieße es nun warten und bangen. Sie wurden noch nicht evakuiert. Sie seien jederzeit bereit, die Häuser zu verlassen. Seitens der Gemeinde wurde die Bezirkshauptmannschaft eingeschaltet, die wiederum eine Landesgeologin kontaktiert habe.

Sorge um Kosten

Dem VP-Bürgermeister mache auch der finanzielle Schaden schwer zu schaffen: "Ich habe das Geld einfach nicht. Der Winterdienst hat sich vervierfacht, auch andere Kosten fallen an." Zwar gebe es die Möglichkeit, Geld aus dem Katastrophenschutzfonds zu bekommen, allerdings müsse man für Arbeiten das Geld vorstrecken. Abgesehen davon, würden nicht 100 Prozent der Kosten durch den Fonds gedeckt werden, sondern nur ein Teil. Den Rest müsste die Gemeinde tragen, da es sich um Güterwege handle, hieß es aus dem Büro von Agrarlandesrat Andreas Liegenfeld (V).

"Ich werde auch unseren Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich anrufen. Sie sollen kommen und sich vor Ort ein Bild machen", sagt der Bürgermeister. Momentan könne man nichts tun: "So lange das Wetter nicht besser wird, es nicht endlich aufhört zu schneien oder zu regnen, können wir keine Bagger kommen lassen."

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