Szene

Er hat das sympathischste Lächeln Österreichs

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:32

Fast 2.000 Kandidaten, viel Talent, noch mehr schiefe Töne, ein blanker Ballerina-Popo und sogar ein Herzinfarkt - was waren die vergangenen acht Wochen aufwühlend. Am Ende aber haben die Österreicher entschieden. Das Ergebnis hat Insider überrascht: Jeder erwartete sich den achtjährigen Johannes Raupl als Sieger. Stattdessen gewann der sympathische Singer/Songwriter Thomas David "Die große Chance" auf ORF eins.

Fast 2.000 Kandidaten, viel Talent, noch mehr schiefe Töne, .

Gleich vorweg: Dass die Jury Pluspunkte vergeben durfte, war ein Witz. Es wurde kein einziger Minus-Punkt vergeben und die von der Jury vergebenen "Plus" waren so hilfreich wie eine Warze an der Ferse. Ansonsten war das Finale der "Großen Chance" eine echte Überraschung. Favorit Johannes Raupl wurde nur Vierter. Obwohl die meisten Medien ihn ganz vorne sahen, reichte der Kinder-Bonus nicht, um über die miserable Gesangsleistung hinwegzuhelfen. Der Kleine ist entzückend, traf aber die richtigen Töne nur selten. Da fiel nicht einmal der Jury etwas Positives dazu ein.

Sieger Thomas David eroberte Österreich mit dem ersten Lächeln

Gewonnen hat stattdessen der umwerfend sympathische Thomas David, der beim allerletzten Speedvoting sogar einmal für seine Konkurrenten anrief. Mit seinem entzückenden Lächeln hat der Steirer die Herzen der Österreicher im Sturm genommen. Seine erste Nummer "Able" brauchte leider ewig, um in die Gänge zu kommen. Doch sein zweiter Song "Sit on Top" war ein echter Knaller. Die Beatboxer von "Uptown Monotones" unterstützten ihn und brachten echt Schwung in den Ohrwurm. In den nächsten Wochen wird man die Nummer sicher öfter im Radio zu hören bekommen.

Sido und Rapp stritten über Integration

Obwohl die Jury bei der Pluspunkte-Vergabe versagte, sorgten Sido und Peter Rapp wohl für einige besorgte Blicke hinter den ORF-Kulissen. Das Trio Piller (wurden 2.) sorgte für politische Kommentare über die Österreichische Integrationspolitik. Ein Thema, dass die "Große Chance"-Macher sicher gern vermieden hätten. Sido fand, dass zu guter Integration immer zwei gehören und die Österreicher ihren Teil leisten und für das technisch tolle Trio anrufen sollen. Peter Rapp motzte dann in Sidos - und Angela Merkels - Richtung. Der Sturm im Wasserglas war allerdings nach wenigen Sekunden gleich wieder vorbei.

Rührend: Vorjahressieger Border Collie Esprit, der wenige Tage vor dem Show-Finale von einem Auto überfahren wurde, bekam ihm zu Ehren einen eigenen Beitrag.

Lustig: Bei der "Star Wars"-Nummer der Dance Company wurde Peter Rapp zu "Jabba de Rapp", Sido wurde zu "R2-Sido". Danach meinte Peter: "Ich muss überlegen, warum ich Jabba bin." Darauf Sido: "Besser als R2-Sido!"

Der "Heute.at"-LIVE-Ticker zum Nachlesen:

Vier von fünf Kandidaten setzen am Freitagabend auf Musik – ansonsten haben das Trio Piller, Kaiser Franz Josef, Thomas David und Johannes Raupl aber wenig Gemeinsamkeiten. Außer natürlich, dass sie sich im Showdown alle das große Geld krallen wollten. Mittendrin: die LED-Wirbelwinde der Dance Industry, laut Karina Sarkissova das "Highlight der Staffel".

Das waren die Finalisten:

- Die Dance Industry hebt Freitag völlig ab - die 12 Kärntner Tänzer performen unter dem Motto "Star Wars". Beim zweiten Auftritt mischt die Austrian Skip Company mit ihren Sprungseilen mit. Karina sagte: "Das Highlight der 'Großen Chance'".

- Kaiser Franz Josef punkten mit lässiger Rockmusik und Selbstbewusstsein ("Man muss uns gehört haben"). Das Trio aus Wien startet mit der Eigenkomposition "Found My Way in the Deepest Darkness". Bei Song zwei unterstützt Ex-Kandidat Valerian Kapeller.

- Johannes Raupl (8) bringt vor allem die Muttis zum Jauchzen. Freitagabend mit dem "Katschberglied", anschließend bearbeitet er seine Ziehermonika an der Seite von Kuhglocken-Tonkünstler Kochen Wörister. Und singen kann er auch noch.

- Das Trio Piller macht den Herbst zu Vivaldis "Sommer" - die Geschwister (zweimal Geige, einmal Ziehharmonika) wollen sich die 100.000 Euro ganz klassisch krallen. In zweiten Part funken The Freaks rein. Egal, wie's ausgeht, am Samstag spielen sie mit Sido im G3 auf.

- Thomas David braucht dringend Jalousien - dank der Eigenkompsition "Able" und einer Perfomance mit The Uptown Monotones sind sie zum Greifen nah. 2003 versuchte es der Bindertenbetreuer übringes auch bei "Starmania".

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