Eine Banane, die mit Klebeband an die Wand geklebt wurde: Vor einer Woche kaufte der Kryptowährungsunternehmer Justin Sun das Kunstwerk für 6,2 Millionen Dollar. Die Banane wurde, bevor sie als Kunstwerk galt, bei einem Straßenverkäufer in New York City für 25 Cent erstanden.
Nach einem Hinweis der "New York Times" auf die Ungleichheit dieses Umstandes kündigte Sun an, als Dank an den Straßenverkäufer Shah Alam, ihm 100.000 Bananen abzukaufen. Das klingt jedoch besser, als es sich für den Verkäufer herausstellte.
Der Kryptowährungs-Unternehmer Justin Sun hat am Freitag die ersteigerte Banane wie angekündigt aufgegessen. "Sie schmeckt viel besser als andere Bananen", sagte er nach dem ersten Biss und verputzte die Frucht vor Dutzenden Journalisten und Influencern in einem der teuersten Hotels Hongkongs, wie die AFP berichtet.
In einem Post auf X kündigte Sun die große Geste an. Nicht nur will er die Bananen dem Stand in Manhattan abkaufen, sondern er möchte sie den Kunden auch frei zur Verfügung stellen. "Diese Bananen werden weltweit kostenlos über seinen Stand verteilt. Zeigen Sie einen gültigen Ausweis vor, um eine Banane zu erhalten, solange der Vorrat reicht", schrieb der Mann.
Ein grundsätzlich edles Vorhaben. Allerdings stößt es in der Realität des Straßenverkäufers auf mehrere Probleme. Der 74-jährige Shah Alam ist lediglich ein Angestellter von Mohammad R. Islam (54), der zwei Stände in Manhattan besitzt. Der Erlös der Bananen würde also rechtmäßig ihm gehören. Und dieser fällt sowieso kleiner aus, als man erstmal vielleicht annehmen könnte.
Anstatt 25.000 Dollar, die Sun für 100.000 Bananen zu je 25 Cent zahlen würde, bleiben nach Abzug von Beschaffungsausgaben noch ungefähr 6.000 Dollar Gewinn für Islam übrig. Auf Anfrage der New York Times antwortet der Straßenstandbesitzer, er würde die Einnahmen der Aktion mit seinen sieben Angestellten teilen. Dann wies er auf das letzte Problem des gutgemeinten X-Posts hin: Es habe sich jedoch noch niemand wegen eines solchen Kaufs bei ihm gemeldet.