Seit fast einem Jahr hatte die Kripo Baden einen 50-jährigen Serben am Radar: Gegen den Mann ohne aufrechten Wohnsitz in Österreich wurde nämlich wegen des Verdachtes des Diebstahles, Veruntreuung und Betruges ermittelt. Nur: Der Verdächtige war längst untergetaucht. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt erließ schließlich eine Festnahmeanordnung gegen das beschuldigte "U-Boot".
Durch akribische Ermittlungen konnten die "Krimineser" den Aufenthaltsort des Beschuldigten eruieren und den Verdächtigen schließlich am Montag im Bezirk Tulln festnehmen.
Der Serbe soll seinen früheren Arbeitgeber und seinen Ex-Vermieter in Summe um 118.000 Euro "geschnalzen haben". Von beiden hatte der 50-Jährige von Anfang 2021 bis März 2022 Privatdarlehen erhalten. Der mutmaßliche Betrüger soll dabei den Besitz von zwei Eigentumswohnungen und mehrerer Traktoren in Serbien vorgetäuscht haben. Zudem soll er erzählt haben, eine Erbschaft zu erwarten. Für die Darlehensrückzahlungen hatte der Serbe zudem hohe Rückzahlungszinsen angeboten.
Bei der Einvernahme gestand der Beschuldigte schließlich, alles nur frei erfunden zu haben. Er wanderte in die Justizanstalt Wiener Neustadt, sitzt dort jetzt in U-Haft. Dennoch gilt bis zu einer etwaigen, rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.