Jetzt protestieren die Erdäpfelbauern in der City

Weil sie ihre Existenz durch die strengeren Vorgaben beim Einsatz von Spritzmitteln bedroht sehen, machen die Bauern mit einer Kundgebung mobil.
Die heimischen Erdäpfellandwirte wollen am Donnerstag in der Wiener Innenstadt protestieren. Sie sprechen sich gegen die strengeren Vorgaben beim Einsatz von Spritzmitteln aus.

"Die letzten ihrer Art"



Am Heldenplatz wolle man daher mit Traktoren und Anhängern, beladen mit Erdäpfeln, vorfahren. Anschließend soll die Ernte verteilt werden. Dabei soll betont werden, dass dies "die letzten ihrer Art" seien.

Wochenlange Trockenheit habe die Ausbreitung des Drahtwurms begünstigt. Dieser hat nahezu die Hälfte der Knollen befallen und unverkäuflich gemacht - "Heute" berichtete.

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Die Fast-Food-Kette McDonalds hingegen behauptete kürzlich, ihr gehen die Erdäpfel für ihre Pommes nicht aus, man verwende aber nur österreichische Ware.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es ein quantitatives Plus bei der Erdäpfelernte. Sie legte um sieben Prozent auf 697.900 Tonnen zu, berichtete der "Kurier". Die Landwirte beklagen jedoch, dass 70 Prozent der Ernte wegen Trockenheit und den Einschränkungen beim Spritzmitteleinsatz unverkäuflich seien.



Donauwasser gegen Trockenheit



Bei Bauern, die Insektizide eingesetzt haben, betrage der Ausfall ebenfalls 30 bis 50 Prozent. Nun wird eine alte Forderung erneut gestellt: Das Weinviertel möchte Donauwasser auf seinen von Trockenheit geplagten Feldern einsetzen.

Bis entsprechende Leitungen verlegt werden, würde es jedoch Jahre dauern. Die Landwirtschaftskammer schätzte die Kosten hierfür auf rund eine Milliarde Euro.

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(rfr)

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