Ein Erdbeben mit einer Stärke von 4,7 hat am Freitagabend die Vulkanregion der Phlegräischen Felder bei Neapel ordentlich durchgerüttelt. Laut ersten Informationen der Behörden gab es nach dem Beben keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden.
Das Epizentrum lag laut dem italienischen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) direkt in den Phlegräischen Feldern. Das Beben ereignete sich um 19.46 Uhr in etwa drei Kilometer Tiefe.
Die Feuerwehr bekam einige Anrufe wegen steckengebliebener Aufzüge und abgefallener, kleinerer Putzteile. Dringende Hilfseinsätze waren aber vorerst keine notwendig.
Laut Stadt Neapel ist ein Hochspannungsmast umgestürzt, der einen Teil der Stadt mit Strom versorgt hat. Für die betroffenen Gebiete wurde eine Ersatzversorgung eingerichtet. Trotzdem gab es in manchen Stadtteilen Stromausfälle. Die Einsatzkräfte sind weiterhin dabei, die Schäden zu beheben.
Die Phlegräischen Felder liegen nur wenige Kilometer von der Millionenstadt Neapel entfernt. Der Supervulkan, der sich über rund 15 mal 12 Kilometer erstreckt, wird schon seit Jahren von Wissenschaftlern und Anrainern genau beobachtet. In der dicht besiedelten Gegend kommt es immer wieder zu Erdbeben.
Bereits im Mai hat ein Beben mit der Stärke 4,4 die Region erschüttert. Im März 2025 hat ein weiteres Beben der Stärke 4,4 für Panik gesorgt, dabei wurden mehrere Menschen leicht verletzt. Im Mai und Juni 2025 gab es erneut Erdstöße mit den Stärken 4,4 und 4,6.