Am Dienstag hat ein Erdbeben der Stärke 5,9 den Süden Neuseelands erschüttert. Das Beben ereignete sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS in einer Tiefe von rund 76 Kilometern nahe der Kleinstadt Te Anau auf der Südinsel.
Unmittelbar nach dem Beben rief die neuseeländische Katastrophenschutzbehörde NEMA eine Tsunami-Warnung für Teile der Südinsel aus. Besonders betroffen war die Westküste zwischen Milford Sound und Puysegur Point, wo eine Überflutung durch einen Tsunami als wahrscheinlich galt.
Wie "l'essentiel" unter Berufung auf die neuseeländischen Behörden berichtet, wurden Anwohner aufgefordert, sich unverzüglich auf höher gelegenes Gelände oder ins Landesinnere zu begeben. Auch in Gebieten, in denen das Erdbeben nicht zu spüren gewesen war, sollte die Evakuierung sofort erfolgen.
Der Zivilschutz betonte, dass ein zerstörerischer Tsunami möglich sei und warnte ausdrücklich davor, trotz Aufforderung zu Hause zu bleiben. Die Bevölkerung solle möglichst zu Fuß, laufend oder mit dem Fahrrad fliehen, um Staus zu vermeiden. Eine Rückkehr sei erst nach einer offiziellen Entwarnung erlaubt.
Eine Anwohnerin aus Wanaka, Janet Atkinson, schilderte: "Das Erdbeben hat sich angehört, als würde ein Zug heranrauschen. Es war sehr stark." Viele Menschen verfolgten demnach die Anweisungen der Behörden im Radio.
Die Behörden wiesen darauf hin, dass die erste Welle nicht zwangsläufig die größte sei und die Tsunami-Aktivität mehrere Stunden andauern könne. Die Gefahr bleibe bestehen, bis eine offizielle Entwarnung ausgesprochen werde.