Österreich

Erdberger Brücke wird ein Jahr früher fertig

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:24

Ein ganzes Jahr früher als geplant wird die Erdberger Brücke auf der Tangente (A23) am Knoten Prater wieder freigegeben. Am Montag soll der Verkehr wieder ganz normal fließen, das Stau-Chaos ist vorbei. Auch die Baustelle bei Hirschstetten/Stadlau ist am Montag vorbei.

Staufalle und Umleitungschaos sind ab 29. August auf der A23 am Knoten Prater Geschichte: Die Bauarbeiten werden am Wochenende beendet. Die Asfinag gibt die Erdberger Brücke auf der Tangente ein Jahr früher als geplant wieder frei. Die Nebentragwerke, die bisher als Umleitungen dienten, bleiben laut Asfinag als Zubringer Richtung Airport, A4, St. Marx und A2 bzw. Zentrum bestehen.

Die neue Erdberger Brücke überspannt mit 141 Metern Länge den Donaukanal und ist mit 40 Metern Breite um zwei Meter schmäler als ihre Vorgängerin.

Damit die neue Brücke dem wachsenden Verkehrsaufkommen bestens entspricht, ist der Beton der Brücke mit Stahlseilen zusammengespannt. Mehr als 77.000 Tonnen Beton und 290 Tonnen Eisen- und Stahlträger wurden von den rund 120 Bauarbeitern verarbeitet. Mit den auffälligen V-Stützen und einer Effektbeleuchtung bietet sie auch vom Wasser aus einen beeindruckenden Blickfang. 
"Dass uns bei der Erdberger Brücke eine Bauzeit-Verkürzung von einem Jahr gelungen ist, ist rekordverdächtig und macht mich stolz", so Asfinag-Vorstand Alois Schedl. 

Bis zu 200.000 Autos fahren täglich über die A23. Beim Knoten Prater haben unübersichtliche Verschneidungsbereiche der Fahrspuren und enge Kurvenradien den Umbau notwendig gemacht.

Knoten Prater Ende Oktober komplett fertig

"Bis zu 30 Baustellen wurden teilweise zeitgleich abgewickelt", so Gernot Brandtner, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH. Ursprünglich war die Fertigstellung des insgesamt 72 Millionen teuren Umbaus des Knoten Prater für Dezember 2017 geplant. Gernot Brandtner: "Wir sanieren derzeit noch alle Auf- und Abfahrten. Wenn das Wetter mitspielt, und die Arbeiten plangemäß ablaufen, sind wir schon Ende Oktober mit allen Arbeiten im Knoten Prater fertig."

Baustelle Hirschstetten/Stadlau ebenfalls am Montag fertig

Auf Hochtouren wurde auch zwischen Stadlau und Hirschstetten gearbeitet. Die besondere Herausforderung dabei: Sehr wenig Platz und zwei Tunnel. Brandtner: "Wir haben in diesem drei Kilometer langen Bereich keine Möglichkeit nach links oder rechts auszuweichen. Daher gab es bei den Arbeiten im Sommer keine Alternative zur Komplettsperre einer Richtungsfahrbahn."

Seit 10. Juli hat die Asfinag die Fahrbahn saniert, in beide Tunnel einen Brandschutz eingebaut und den Lärmschutz sowie die Tunnelbelüftung und -beleuchtung erneuert. "140 Arbeiter haben im Schichtbetrieb durchgearbeitet", so Brandtner, "dass sich das ausgezahlt hat, zeigen die sechs Tage weniger Baustelle."

In die Komplettsanierung dieses Abschnittes investiert die Asfinag bis Ende 2017 43 Millionen Euro.

 

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