Ein Erdkeller nutzt die gleichmäßigen Temperaturen im Erdreich, um Vorräte kühl zu lagern. Früher waren solche Keller vor allem auf Bauernhöfen verbreitet - für Kartoffeln, Äpfel, Wurzelgemüse oder Eingemachtes. Heute erlebt das Prinzip eine kleine Renaissance.
Es gibt mittlerweile komplette Erdkeller als Fertigmodelle. Sie werden in eine vorbereitete Baugrube eingesetzt und anschließend mit Erde bedeckt. Im Garten bleibt dann nur noch ein begrünter Hügel mit Eingang sichtbar. Der große Vorteil: Keine elektrische Kühlung ist nötig.
Wie CHIP berichtet, ist das Aufstellen aber nicht so einfach wie bei einem Gartenhaus. Wer ein eigenes Grundstück besitzt, darf dort nicht automatisch nach Belieben graben und bauen. Auch ein größtenteils unterirdischer Erdkeller kann baurechtlich als Gebäude gelten.
Ob eine Baugenehmigung nötig ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Größe, Ausführung und Standort auf dem Grundstück spielen eine Rolle. Auch verfahrensfrei bedeutet nicht, dass automatisch gebaut werden darf. Vorgaben aus Bebauungsplänen und Abstandsflächen können weiterhin gelten.
Experten empfehlen daher, vor dem Kauf oder dem ersten Aushub bei der zuständigen Gemeinde oder Bauaufsichtsbehörde nachzufragen. Hilfreiche Angaben sind dabei bereits Größe, Bauweise und der geplante Standort.
Im Erdkeller lassen sich Kartoffeln kühl, dunkel und feucht lagern. Auch Äpfel und Eingemachtes sind dort gut aufgehoben. Getränke können ebenfalls kühl gelagert werden. Wichtig: Fleisch, Fisch und empfindliche Milchprodukte gehören nicht in den Erdkeller - er ist kein Kühlschrank-Ersatz.
Wichtig ist zudem eine funktionierende Belüftung. Zu viel Feuchtigkeit und mangelnder Luftaustausch können Schimmel begünstigen.