Die "Säuberung" der Türkei nach dem gescheiterten Putschversuch geht weiter: Machthaber Recep Erdogan räumt jetzt auch im Bildungssystem auf.
Die "Säuberung" der Türkei nach dem gescheiterten Putschversuch geht weiter: Machthaber Recep Erdogan räumt jetzt auch im Bildungssystem auf.
Am Dienstag hat die Regierung in der Türkei 21.000 Lehrern an Privatschulen die Lehrerlaubnis entzogen. 1.577 Hochschuldekane müssen gehen und das Bildungsministerium suspendierte 15.200 Mitarbeiter unter dem Vorwand, sie hätten Verbindungen zur Gülen-Bewegung. Die Gruppierung um den Prediger Fethullah Gülen hat Präsident Erdogan als Drahtzieher des Putsch bezeichnet.
Die Telekommunikationsbehörde RTÜK hat außerdem insgesamt 24 Radio- und TV-Sendern die Sendelizenz entzogen, was im Ausland als demokratiefeindlicher Kurs ausgemacht wird. Die österreichische Rechtsanwaltskammer hatte bereits im Vorfeld die "Rote Linie" zum autoritären Regime überschritten gesehen. Erdogan gehe mit seiner Säuberung "wie in anderen Diktaturen" vor.