Erdogan-Rede: "Heute" darf nicht rein

Bild: Reuters

Journalisten, die den Türken-Premier in Wien live erleben wollen, müssen sich akkreditieren. Anna Thalhammer hat das für "Heute" versucht - und scheiterte. Jetzt ruft der Journalistenclub zum Boykott auf.

  erleben wollen, müssen sich akkreditieren. Anna Thalhammer hat das für "Heute" versucht – und scheiterte. Jetzt ruft der Journalistenclub zum Boykott auf.

werden.

Weil ich Informanten nicht nennen wollte, wurde "Heute.at" die Akkreditierung verwehrt ("Nein" mit zwei Rufzeichen), sogar Einschüchterungen werden probiert. Macht nix, wir berichten trotzdem.

gesichert.

Journalistenclub ruft zu Boykott auf

Weil uns die Akkreditierung verwehrt wurde, ruft der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) nun alle Kolleginnen und Kollegen auf, die Berichterstattung über den Besuch des türkischen Premier Recep Tayyip Erdogan solange zu boykottieren, bis alle österreichischen Journalisten ungehindert akkreditiert werden.
Außerdem sollen Journalisten keineswegs eine "Verpflichtungserklärung" unterschreiben, so der ÖJC in einer Aussendung.
"Herr Erdogan ist Gast in unserem Land und für seinen Wahlkampfveranstalter UETD gelten die österreichischen Mediengesetze und die hier üblichen Gepflogenheiten. Wenn der türkische Premier sich nicht daran halten will, werden wir Journalisten einfach nicht über seinen Besuch berichten", begründet ÖJC-Präsident Fred Turnheim den Boykottaufruf des ÖJC.

Mikl-Leitner: "Demokratie hät das schon aus"

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat sich im Vorfeld des Besuchs einigermaßen kritisch geäußert: "Unsere Demokratie wird das aushalten". Sie hoffe aber doch, dass Erdogan manche "Aussagen zu Hause lässt", so die Ministerin am Mittwoch laut einer Aussendung des Innenministeriums.

"Unsere Polizei wird dafür sorgen, die Sicherheit zu gewährleisten - auch bei den zu erwartenden Gegendemonstrationen", wiederholte Mikl-Leitner bereits bekannte Positionen

Lesen Sie weiter: Verkehrschaos durch Besuch und Demos

Demonstrationsroute 1 ab 13 Uhr: Praterstern/Venediger-Au-Park (Auftaktkundgebung) - Lassallestraße - Reichsbrücke - Wagramer Straße - Siebeckstraße (Altes Donauzentrum / Abschlußkundgebung).
Demonstrationsroute 2 ab 14 Uhr: Eine zweite Demo soll um 14.00 Uhr bei der Oper starten und in den Siegmund-Freud-Park ziehen. Diesen Protestzug hat der Verein zur Förderung des Gedankenguts von Kemal Atatürk angemeldet.

U-Bahn Station "Kagran" wird gesperrt

Die Wiener Linien empfehlen Besuchern der Veranstaltung mit der U1 anzureisen und für Hin- und Rückfahrt etwas mehr Zeit einzuplanen. Auf sicherheitspolizeiliche Anordnung wird bei der U-Bahn-Linie U1 die Station Kagran ab ca. 13.00 Uhr durchfahren.

Von ca. 10.30 Uhr bis voraussichtlich 20.00 Uhr werden die Linien 22A, 26A, 27A, 93A und 94A kurz- bzw. abgelenkt geführt. Die Linie 25 kann nur bis ca. 10.00 Uhr fahren.

Die Wiener Linien bitten ihre Fahrgäste die Durchsagen in den Stationen sowie die Fahrplanaushänge zu beachten und großräumig auf andere U-Bahn-Linien auszuweichen.

 

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