Erdrutsch-Sieg für Spaniens Konservative bei den Parlamentswahlen: Die konservative Volkspartei (PP) von Mariano Rajoy gewann 186 der insgesamt 350 Sitze im Parlament. Damit könnte der bisherige Oppositionsführer Rajoy neuer Ministerpräsident werden und sich auf eine absolute Mehrheit stützen.
Spaniens konservativer Oppositionsführer hat es endlich geschafft. Nach zwei Wahlschlappen 2004 und 2008, konnte er sich am Sonntag gegen den sozialistischen Spitzenkandidaten Alfredo Pérez Rubalcaba durchsetzen.
Die regierenden Sozialisten verlieren ein Drittel ihrer Mandate und rutschen auf 110 Abgeordnete ab.
Spanien hat eine Arbeitslosenquote von 22 Prozent. Rajoys Aufgabe wird sein, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Und das wird nicht leicht, bei der Wirtschaftskrise, die gerade auf Europa zurollt. Er selbst hat bereits gesagt, keinen "Zauberstab" zu haben.
Dennoch sei er überzeugt, das Land aus der Krise führen zu können: "Das haben wir schon einmal gemacht und können es auch wieder tun." Damals befand sich Spanien aber am Anfang eines Wirtschaftsbooms und nicht wie heute an der Schwelle zur Rezession.