Politik

Erfolgreiche Premiere für "Vorwärts Tirol"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:58

Einer der großen Gewinner der Tiroler Landtagswahl war die erstmals angetretene Liste "Vorwärts Tirol" mit der Ex-ÖVP-Politikerin Anna Hosp. Während das Team Stronach kläglich an der Fünf-Prozent-Marke scheiterte, landete die Liste mit 9,3 Prozent auf Platz fünf.

Einer der großen Gewinner der war die erstmals angetretene Liste "Vorwärts Tirol" mit der Ex-ÖVP-Politikerin Anna Hosp. Während das Team Stronach kläglich an der Fünf-Prozent-Marke scheiterte, landete die Liste mit 9,3 Prozent auf Platz fünf.





Fünf Jahre nach ihrem Polit-Abgang feierte die 46-jährige Ex-VP-Landesrätin mit "Vorwärts Tirol" ein Traumergebnis. Ihre Partei landete knapp hinter den Grünen auf Platz fünf. Die Landeshauptmann-Kandidatin der Liste "Vorwärts Tirol", Anna Hosp, hat sich mit dem Ergebnis ihrer Gruppierung von 9,3 Prozent "sehr zufrieden" gezeigt. Damit hält die Liste bei vier Mandaten.
Keine Koalition mit der ÖVP

Dass es nicht gelungen sei, eine Mehrheit gegen die ÖVP zustande zu bekommen und Landeshauptmann Günther Platter auszuhebeln, sei eine "demokratische Entscheidung", die man "zur Kenntnis" nehmen müsse. In punkto möglicher Koalitionen liege der "Ball bei der ÖVP". Hosp betonte erneut, dass "Vorwärts Tirol" keine Koalition unter Führung von Platter eingehen werde. Sie schließe das dezidiert aus.



Von 2002 bis 2003 fungierte Hosp als Hauptgeschäftsführerin der ÖVP, anschließend wurde sie Landesrätin unter Herwig Van Staa (V). Platter soll sie durch ihre Nicht-Berücksichtigung im VP-Regierungsteam nach der Wahl 2008 ins Abseits befördert haben, was dieser immer bestritten hat. Hosp wechselte danach in die Privatwirtschaft. Die Ausbootung Hosps wirkte jedenfalls über die gesamten vergangenen fünf Jahre nach und hinterließ nie verheilte Wunden zwischen der Partei und Hosp-Sympathisanten.



Mitregieren oder Opposition?

Nun stehen sowohl "Vorwärts Tirol" als auch Hosp vor der großen Frage, ob ein Mitregieren möglich ist oder ob das Dinkhauser-Schicksal droht: trotz eines fulminanten Wahlergebnisses auf den harten Oppositionsbänken Platz zu nehmen. Wer für "Vorwärts Tirol" in den Landtag einziehen werde, entscheide sich bei einer Parteisitzung am Montag, so Hosp.

 

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