Nach den schweren Unwettern in Vorarlberg sind die Aufräumarbeiten voll im Gange. Die Vorarlberger Landesversicherung (VLV) rechnet mit einer Schadenshöhe von drei bis vier Millionen Euro.
Der extreme Starkregen hat sich auch negativ auf die Wasserqualität des Bodensees aus. Von Freitag auf Samstag ist der Wasserstand um 21 Zentimeter gestiegen. Mit der Sintflut wurden offenbar jede Menge Keime aus der Kanalisation in den Bodensee gespült. Denn: An einigen Badeplätzen konnten nun erhöhte Keimwerte nachgewiesen werden.
Im Binnenbecken Hard wurde ein Badeverbot verhängt, weil die in der Badegewässerverordnung festgelegten Grenzwerte deutlich überschritten wurden. Auch bei weiteren drei Badestellen in Bregenz wurde ein Grenzwert nicht eingehalten, informierte die Landespressestelle.
"Im Abwasser können natürlich immer Krankheitserreger sein. Man sollte vorsichtig sein und natürlich besonders darauf achten, ja kein Wasser zu verschlucken", sagt Christoph Scheffknecht, der Leiter des Umweltinstituts.
Mit einer Besserung der Wasserqualität sei aber aufgrund der trockenen und sonnigen Witterung in den nächsten Tagen zu rechnen.