Ermittlungen gegen AMS-Manager eingeleitet

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Premstätten.
Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Premstätten.picturedesk.com
Die Finanzmarktaufsicht hat gegen die Führung des Sensorikkonzerns "AMS" wegen zweifelhafter Aktiengeschäfte Ermittlungen eingeleitet.

Der steirische Sensor-Hersteller "AMS" möchte trotz Corona-Krise den Münchner Lichtkonzern "Osram" übernehmen. Jetzt hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) Ermittlungen gegen die Führung des Unternehmens, das seinen Hauptsitz in Premstätten hat, eingeleitet.

Der Grund sind angeblich zweifelhafte Aktiengeschäfte bei der laufenden Übernahme von "Osram", berichtet die deutsche Zeitung "Handelsblatt".

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Behörden bestätigten die Meldung, wollten sich aber zu dem Verfahren selbst nicht äußern. "Wir gehen selbstverständlich allen Hinweisen wegen Gesetzesverstößen nach und ermitteln den Sachverhalt", so ein FMA-Sprecher.

"AMS" sind keine Ermittlungen bekannt

Der steirische Chip- und Sensorenhersteller erklärte aber, dass dem Unternehmen keine Ermittlungen gegen aktuelle Mitarbeiter bekannt seien. Für "AMS" seien alle Aktiengeschäfte ordentlich belegt.

Die Finanzmarktkontrolleure haben offenbar entsprechende Informationen aus dem Umfeld des Apple-Lieferanten bekommen. "Gab es Marktmanipulationen durch Käufe? Gab es möglichen Insiderhandel? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt", meinte ein Insider der Börsenaufsicht in Wien.

Die österreichischen Börsenkontrolleure werden bei ihrer Arbeit auch von den Behörden in Deutschland und der Schweiz unterstützt. 

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