Österreich

Ermittlungen gegen Costa-Manager aus OÖ

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:33

Die Staatsanwälte der toskanischen Stadt Grosseto, die nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" ermitteln, haben eine Untersuchung gegen den österreichischen exekutiven Vizepräsidenten der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Betreiber des verunglückten Schiffes, aufgenommen. Dies berichteten italienische Medien. Der Oberösterreicher, der für die technischen Operationen der gesamten Costa-Flotte zuständig ist, war in der Nacht des Schiffsbruches in telefonischem Kontakt mit Bordoffizier Manrico Giampietroni, der mehrere Menschenleben gerettet hatte und 36 Stunden nach der Havarie lebend aus dem Schiff geborgen wurde.

Die Staatsanwälte der toskanischen Stadt Grosseto, die nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" ermitteln, haben eine Untersuchung gegen den österreichischen exekutiven Vizepräsidenten der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere, Betreiber des verunglückten Schiffes, aufgenommen. Dies berichteten italienische Medien.

Manfred U., der für die technischen Operationen der gesamten Costa-Flotte zuständig ist, war in der Nacht des Schiffsbruches in telefonischem Kontakt mit Bordoffizier Manrico Giampietroni, der mehrere Menschenleben gerettet hatte und 36 Stunden nach der Havarie lebend aus dem Schiff geborgen wurde.

Einvernahme am 7. Februar

U. war bereits am 7. Februar von den ermittelnden Staatsanwälten befragt worden, berichteten italienische Medien. Der gebürtige Ennser gilt als Veteran in der Kreuzfahrt-Branche.

Bei mehreren großen Reedereien war er im Spitzenmanagement tätig. Ermittlungen wurden auch gegen den Chef des Krisenstabs der Costa Concordia, Roberto Ferrarini, gegen Flotten-Inspekteur Paolo Pardoni, sowie gegen vier Offiziere, die sich an Bord der Kommandobrücke befanden, als sich das Unglück ereignete.

Umfangreiche Ermittlungen

Bisher waren lediglich Ermittlungen gegen Schiffskapitän Francesco Schettino und gegen den Offizier Ciro Ambrosio aufgenommen worden. Schettino befindet sich zurzeit unter Hausarrest.

Die Gesellschaft Costa Crociere drückte in einer Presseaussendung ihr volles Vertrauen und ihre Solidarität mit den Managern aus, gegen die ermittelt wird. Die Reederei zweifle keineswegs an der Kompetenz und am ethischen Verhalten ihrer Mitarbeiter. "Unsere Mitarbeiter haben in den Stunden nach dem schweren Unfall mit der größten Professionalität gehandelt", hieß es in der Presseaussendung.

Die Gesellschaft erklärte ihr Vertrauen in die Arbeit der Justizbehörden, denen sie bisher größte Unterstützung geleistet habe.

APA/red.

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