Die Wahlanfechtung der FPÖ hat nun Folgen für ihre eigenen Landespolitiker. Der Kärntner Landtag hat die Immunität zweier FPÖ-Mandatare aufgehoben. Gegen sie wird im Zuge wegen der Stimmauszählung bei der Hofburg-Stichwahl ermittelt.
Ihre - inzwischen erfolgreiche - Wahlanfechtung begründete die FPÖ mit Schreiben ihrer eigenen Wahlbeisitzer, diese hatten aber gleichzeitig die Wahlprotokolle unterschrieben. Für die Betreffenden hat dies nun Folgen. Der Kärntner Landtag hat die Immunität zweier FPÖ-Landesabgeordneter aufgehoben: Harald Trettenbrein war Wahlbeisitzer im Bezirk Wolfsberg, Roland Zelloth in der Stadt Villach.
Trettenbein muss sich wegen Urkundenfälschung verantworten. Der Vorwurf sei "an den Haaren herbeigezogen", sagte er im Interview mit "ORF Kärnten": "Ich habe nur das Endergbnis bestätigt und dieses stimmt ja." Zelloth gibt hingegen zu, bei der Stimmenauszählung in der Bezirkswahlbehörde Villach nicht dabei gewesen zu sein. Er sei allerdings als einziger Beisitzer schon vor 9.00 Uhr an Ort und Stelle gewesen, betont er.